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SAP Solution Manager (SolMan)

Sie brauchen einen SAP Solution Manager Berater und/oder möchten, dass wir Ihnen unser Angebot in diesem Umfeld vorstellen?

Tobias Harmes
20. Juli 2021

Beim Solution Manager handelt es sich um eine zentrale Software zur Administration von SAP-Unternehmensanwendungen. Als Lösung für das Applikationsmanagement bietet der Solution Manager die funktionale Unterstützung der IT-Infrastruktur sowie die effektive Verwaltung der Software-Umgebung über den gesamten Lebenszyklus der Anwendungen hinweg.

Was ist der SAP Solution Manager (SolMan)?

Der SAP Solution Manager (SolMan) ist eine auf ABAP und Java basierte Plattform für das Application Lifecycle Management (ALM), also der Verwaltung von Software über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Entwicklung über den Einsatz bis zur Ausmusterung.

Der Solution Manager ist speziell dafür entwickelt worden, die Einführung, Wartung, Kontrolle und den Betrieb von Anwendungen in einer SAP Infrastruktur zu zentralisieren. Als “Single Source of the Truth” schafft SolMan somit Transparenz und reduziert gleichzeitig den Verwaltungsaufwand.

Dabei unterstützt der Solution Manager auch die Zusammenarbeit mit anderen im Unternehmen eingesetzten Anwendungssystemen, welche nicht von SAP stammen. Die verwaltete Anwendungslandschaft kann dabei wahlweise aus On-Premise-, cloudbasierten oder hybriden Systemen bestehen.

SAP-Kunden wird der Solution Manager als Teil ihrer Lizenzvereinbarung meist kostenfrei zur Verfügung gestellt. Durch den Einsatz von SolMan wird außerdem die Anbindung zum SAP-Support erleichtert, da dieser mithilfe des Solution Managers bei Störfällen relevante Daten schnell und zuverlässig erhalten kann.

Der aktuelle Release des Solution Managers ist die Version 7.2, welche sowohl für IT- als auch Business-Anwender innovative Funktionen zur Erweiterung und Verbesserung der Systemlandschaftsverwaltung liefert. Mittlerweile unterstützt SolMan auch die Nutzung der SAP HANA Datenbank und kann mittels SAP Cloud Platform unter SAP S/4HANA genutzt werden.

Funktionen des Solution Managers

Ob in global agierenden Konzernen oder mittelständischen Unternehmen – heutzutage werden Geschäftsprozesse von Vertrieb, Produktion, Kundenservice, Finanzwesen und Personalmanagement allesamt mithilfe IT-gestützter Prozesse abgewickelt. Innovative Softwarelösungen erlauben die effiziente Gestaltung dieser Geschäftsprozesse. Voraussetzung dafür ist, dass die Systemlandschaft kontinuierlich überwacht und ihr reibungsloses Funktionieren gewährleistet wird.

Diese Aufgabe übernimmt der SAP Solution Manager: Er liefert alle nötigen Inhalte, Werkzeuge und Services, die im Rahmen des Application Lifecycle Managements (ALM) zur Aufrechterhaltung von Systemfunktionalitäten und dem optimalen Einsatz von Applikationen dienen. Eine entscheidende Rolle dabei spielt neben der Zentralisierung der Applikationsverwaltung auch die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, z. B. im Change Management.

Durch die Automatisierung von Systemaufgaben werden Administratoren entlastet, die benötigte Zeit zur Bearbeitung von IT-Prozessen nimmt ab und Mitarbeiter können ihren Fokus stattdessen auf die Optimierung von Geschäftsprozessen richten. So können Zeit- und Kostenaufwand insgesamt reduziert und mehr Ressourcen für unternehmensrelevante Themen genutzt werden.

In diesem Webinar erfahren Sie, wie das Testmanagement im Solution Manager aufgebaut ist, wie es sich von anderen Systemen unterscheidet und was den Solution Manager so funktional macht.

Inhalte, Werkzeuge, Services

Als zentrale Verwaltungsstelle für das ALM bietet SolMan eine Reihe von Inhalten, Werkzeugen und Services zur Unterstützung des täglichen SAP-Betriebs:

  • Inhalte umfassen Vorlagen und Methoden zur Gestaltung optimaler Workflows und Unternehmensprozesse im SAP-System. Dazu zählen bspw. Dokumentationen zur Organisation der IT-Infrastruktur oder Roadmaps für die Implementierung von Upgrade-Projekten.
  • Werkzeuge dienen zur Betreuung einzelner Lösungen und ermöglichen z. B. das Change Management, zentrales Monitoring oder die Einrichtung eines Service Desks.
  • Der Solution Manager bietet eine Vielzahl von Services an. Dazu zählt bspw. das SAP Business Process Management, welches die Optimierung unternehmenskritischer Prozesse unterstützt. Weiterhin dient SolMan als Verzeichnisdienst, in dem verschiedene Datenmodelle zentral verwaltet werden können.

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Workcenter

Das konkrete Anwendungsmanagement wird im Solution Manager über sogenannte Workcenter abgewickelt – dazu zählen bspw. die Systemverwaltung, das System-Monitoring oder das Business Operation Center. Jedes Workcenter übernimmt feste Rollen und wird einem bestimmten Aufgabenfeld zugeordnet. Je nach Rollenzuteilung werden Inhalte, Werkzeuge und Services bereitgestellt, um dedizierte Aufgabenblöcke abzuarbeiten.

Der Vorteil dieser Struktur zeigt sich besonders bei der Verbindung verschiedener SAP-Systeme: Durch die Verteilung zugeschriebener Rollen und der entsprechenden Aufgabenzuweisung kann so garantiert werden, dass die Zusammenarbeit aller Workcenter das gesamte Anwendungsmanagement abdeckt. So werden Aufgabenüberschneidungen und Versäumnisse verhindert.

Anwendungsphasen

Das Anwendungsmanagement lässt sich in verschiedene Phasen aufteilen: Requirements, Design, Build & Test, Deploy, Operate & Optimize. Je nach Aufgabenbereich eines Workcenters wirkt es bei ausgewählten Phasen des Anwendungsmanagement mit.

  • Die Requirements legen Anforderungen an die zu entwickelnde Anwendung fest.
  • Die Phasen Design sowie Build & Test reichen von der Konzeption und Entwicklung über die Implementierung bis zum Test einer neuen Anwendung. Diese Phasen werden insbesondere durch die Workcenter Template Management und Test Management abgedeckt.
  • In der operativen Deploy-Phase liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung von Änderungen, weshalb hier besonders das Workcenter Change Management eingebunden wird.
  • Klassische Administratoraufgaben werden mithilfe verschiedener Workcenter in der Operate-Phase erledigt. Dazu zählen bspw. Fehleranalyse, Solution Monitoring und Incident-Management.
  • In der Phase Optimize werden zuvor durchgeführte Änderungen überprüft und ggf. nachbearbeitet. Dies wird hauptsächlich über das Workcenter SAP Services Delivery erledigt, welches für Upgrades und die Dokumentation von Applikationen verantwortlich ist.

Anwendungsphasen und dazugehörige Komponenten des Solution Managers

Solution Manager 7.2

Die seit August 2016 verfügbare und aktuelle Version 7.2 des SAP Solution Managers wurde als Antwort auf die Anfragen zahlreicher Kunden entwickelt. Im Vergleich zur Vorgängerversion bietet 7.2 eine Vielzahl neuer Funktionen, eine Erweiterung des Diagnose- und Analyse-Frameworks, eine verbesserte grafische Benutzeroberfläche und Möglichkeiten zur Anbindung an die HANA Datenbanktechnologie und SAP S/4HANA.

Insgesamt verfolgt SAP mit Version 7.2 die Absicht, nicht nur IT-relevante Prozesse abzubilden, sondern die Einbeziehung aller Geschäftsanwendungen und -prozesse in den Solution Manager zu ermöglichen. Dafür werden die wichtigsten Geschäftsdaten vollständig im Solution Manager abgelegt. Diese Daten können mithilfe einer neuen, auf dem SAP PowerDesigner basierenden Oberfläche zur grafischen Modellierung ausgewertet werden. Durch die offene Gestaltung der SolMan-Schnittstellen ist es zudem möglich, diese Daten auch anderen Tools zugänglich zu machen.

Neue Funktionen

Neben der Integration des PowerDesigners zur grafischen Modellierung und Dokumentation von Geschäftsprozessen bietet Version 7.2 eine Reihe von Änderungen und Neuerungen, um Innovationen umzusetzen und die digitale Transformation zu fördern:

  • eine neue und intuitive Benutzeroberfläche, die auf SAP Fiori-Technologie basiert und webbasierte Interfaces und Management-Dashboards unterstützt. Sie bietet die plattformunabhängige Bedienung des Solution Managers mit einem rollenbasierten Zugriff auf freigegebene Funktionsbereiche.
  • die verbesserte Unterstützung von hybriden Systemlandschaften. Die Integration von cloudbasierten und klassischen On-Premise-Lösungen ermöglicht eine nahtlose Verwaltung hybrider Softwareumgebungen.
  • Überarbeitung der Lösungsdokumentation. Das System zum SAP Testmanagement wurde voll in die neue Lösungsdokumentation integriert. Im Bereich des IT Service Managements ist nun eine völlig überarbeitete Oberfläche vorhanden. Auch der Maintenance Optimizier (MOPZ) wurde im Zuge der Umstellung komplett überarbeitet und durch den Nachfolger Maintenance Planner ersetzt.
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Unterstützung der HANA-Technologie

Mit dem Release von Version 7.2 ist der Solution Manager wichtiger Bestandteil einer SAP S/4HANA-Strategie, da er nun die Nutzung der Datenbanktechnologie HANA DB sowie der SAP Cloud unterstützt. So können Lösungen unabhängig von ihrem Standort sowohl On-Premise als auch in der Cloud überwacht und verwaltet werden.

SolMan 7.2 dient darüber hinaus als zentrales Werkzeug zur Vorbereitung der Systemlandschaft für die Migration auf die nächste ERP-Generation, indem es die Implementierung und den Betrieb von S/4HANA durch neue Funktionalitäten vereinfacht.

Weiterhin kann der Solution Manager nun selbst auf der HANA Datenbank betrieben werden, ohne dass dafür weitere Lizenzkosten anfallen. So kann die Leistung des Solution Managers verbessert und eine einheitliche Sicht auf die gesamte Software-Infrastruktur einschließlich SAP HANA erhalten werden.

Implementierung des Solution Manager 7.2

Anfang 2018 hat SAP die Wartung für die Vorgängerversionen des Solution Manager 7.2 eingestellt. Um von innovativen Funktionen profitieren zu können und sich Support seitens der SAP auch weiterhin zu sichern, bietet sich daher der Umstieg auf Version 7.2 an.

Die Implementierung der Version 7.2 kann entweder über das Upgrade eines vorhandenen Solution Managers erfolgen oder über eine komplette Neuinstallation. In der Regel stellt das Upgrade die einfachere Möglichkeit dar, jedoch kann auch eine Neuinstallation die effizientere Methode sein – insbesondere im Fall bedeutender Hardware- oder Betriebssystemwechsel.

Für einen reibungslosen Umstieg auf das Release 7.2 müssen zunächst die Auswirkungen eines Upgrades auf das verwaltete System, die implementierten Prozesse und die Anwender erfasst und berücksichtigt werden. Im Rahmen der SAP Enterprise Support Academy bietet SAP für Kunden mit einem vorhandenen Enterprise-Support-Vertrag eine Vielzahl von Best Practices, Fachvorträgen und geführten Sessions an, um Kunden beim Umstieg auf das Release 7.2 zu unterstützen.

Aufbau des Solution Managers

Der SAP Solution Manager setzt sich aus folgenden Modulen zusammen, die je nach Bedarf eingerichtet und genutzt werden können, um Zugang zu entsprechenden Workcenters und Aufgabenblöcken für ein agiles Lifecycle Management zu erhalten:

  • Application Operations
  • Business Process Operations
  • Data Volume Management (DVM)
  • Change Control Management
  • Custom Code Management
  • IT Service Management (ITSM)
  • Landscape Management
  • Process Management
  • Project Management
  • Test Management
  • Cross Topics

Application Operations

Application Operations beinhaltet Funktionen wie System Monitoring, Integration Monitoring und User Monitoring für die zentrale Überwachung, Analyse und Verwaltung von SAP-Lösungen. Darüber hinaus bietet es Unterstützung für SAP Analytics und Dashboarding, technische Administration und Guided Procedures, Root Cause Analysis und Exception Management.

Sap-Basis-Solution Manager Einführung

In dieser SAP Solution Manager Schulung vermitteln wir Ihnen die Funktionsweise des SAP Solution Managers. Sie erhalten das nötige Know-how, um selbst die Einführung des SAP SolMan durchzuführen.

Durch vordefinierte Inhalte und zentralisierte Management-Tools verbessert Application Operations die Stabilität der Systemlandschaft und ermöglicht die Reduzierung der TCO für alle Aspekte des Betriebs.

Business Process Operations

Diese Komponente liefert Werkzeuge, um einen Überblick über den Status von Geschäftsprozessen zu erhalten, diese zu dokumentieren und auch systemübergreifend zu verwalten. So können auftretende Probleme rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Mit folgenden Funktionen können Prioritäten und Kosten der Kerngeschäftsprozesse festgelegt und nachverfolgt werden:

Data Volume Management (DVM)

Mithilfe des Data Volume Managements kann das Datenvolumen der Systemlandschaft überprüft und kontrolliert werden. Der DVM-Arbeitsplatz bietet eine integrierte, landschaftsbasierte Sicht auf Datensätze und zeigt auch systemübergreifende Datenvolumenbewegungen detailliert an.

Mithilfe von Data Volume Management können Maßnahmen getroffen werden, um Datenmengen zu senken und die Größe von Datenbanken zu reduzieren, wodurch Gesamtbetriebskosten deutlich gesenkt werden.

Change Control Management

Diese Komponente steuert Änderungen von Systemlandschaften in einem umfassenden Workflow, welcher lückenlose und revisionssichere Aufzeichnung erlaubt. Hier erfolgt die Erstellung, Genehmigung und Bearbeitung von Änderungsanforderungen und die Implementierung sowie Analyse von Änderungen. Umfangreiche Reporting- und Analysetools bieten zudem einen Überblick der Änderungsverwaltung. Change Control Management-Aktivitäten können über Technologie-Stacks und Anwendungskomponenten hinweg durchgeführt werden.

Die Komponente Change Control Management besteht aus den folgenden Funktionen:

  • Change and Transport System bzw. Enhanced Change and Transport System
  • Transport Analytics
  • Change Diagnostics
  • Dual Landscape Synchronization (Retrofit)
  • Quality Gate Management
  • Change Request Management (ChaRM)
  • Releasemanagement

Custom Code Management

Transparenz ist die wichtigste Grundlage zur Optimierung selbsterstellten Codes. Das Custom Code Management ist die zentrale Komponente für alle Funktionen, um den kompletten Lebenszyklus von Eigenentwicklungen zu überwachen und zu verwalten. So können Implementierungen von Custom Code nachverfolgt und relevante Prozesse kontinuierlich verbessert werden.

IT Service Management (ITSM)

Das ITSM bietet vordefinierte und standardisierte ITSM-Prozesse für eine zentrale Meldungsverwaltung und -bearbeitung. Durch die Integration von SAP CRM (Customer Relationship Management) ermöglicht das IT Service Management die Kontaktaufnahme mit allen an einer Meldung beteiligten Parteien. Dazu gehören alle Benutzer der Systemlandschaft oder der Unternehmenslösungen wie z. B. Mitarbeiter, Kunden, Berater oder Support-Mitarbeiter. Mit ITSM kann darüber hinaus eine Verbindung zu einem externen Helpdesk hergestellt, Serviceverbindungen eingerichtet und auf SAP Service & Support zugegriffen werden.

Die Komponente IT-Service Management besteht aus den folgenden Funktionen:

  • IT Service Management
  • Change Request Management
  • Schnittstellen für Drittanbieter-Helpdesks
  • Global Service & Support Backbone

Landscape Management

Landscape Management beschreibt Prozesse in der IT-Landschaft, die über mehrere Werkzeuge laufen: Es liefert Informationen über IT-Landschaften als Grundlage für den Systembetrieb und die Änderungsplanung von zentralen SAP-Lösungen. Es hilft Nutzern, die bestehende Landschaft optimal zu verwalten, zu nutzen und weiterzuentwickeln – z. B. durch Neuinstallationen, Aktualisierung von Support Packages oder Enhancement Packages, System-Upgrades oder die Umstellung auf SAP S/4HANA.

Der cloudbasierte Maintenance Planner des Solution Managers ermöglicht eine einfache und effiziente Planung all dieser Änderungen innerhalb einer SAP-Systemlandschaft. Alle Berechnungen der Änderungen basieren auf Systeminformationen. Die Ergebnisse des Maintenance Planners werden vom Software Logistics Toolset verwendet.

Process Management

Dieser Prozess ermöglicht die ganzheitliche Verwaltung von Geschäftsprozessen: Sowohl die Geschäfts- als auch die IT-Sicht auf Prozesse, Anwendungen und Systemlandschaften können an einem Ort dargestellt und grafisch modelliert werden. So sind Geschäftsdokumentation und Systemrealität immer synchronisiert. Für diese ganzheitliche Art der Prozessbeschreibung stellt der Solution Manager zwei neue Schlüsselapplikationen zur Verfügung: Solution Administration und Solution Documentation.

Solution Administration

Die Lösungsverwaltung ermöglicht die Anzeige und Pflege vorhandener Lösungen. Darüber hinaus können Administratoren hier neue Lösungen erstellen und definieren, um die Systemumgebung für die Solution Documentation einzurichten.

Solution Documentation

Die Lösungsdokumentation ist das gemeinsame Verzeichnis für Geschäftsprozesse und die zugehörige Dokumentation. So wird die Vereinheitlichung von Vorlagen, Implementierungs-, Upgrade-, Wartungsprojekten und -lösungen gewährleistet. Diese Anwendung kann von Spezialisten wie Business-Analysten, Prozessmodellierern und funktionalen Beratern genutzt werden.

Project Management

Der Solution Manager ist mit den Projektmanagement-Funktionen von SAP Portfolio and Project Management (SAP PPM) integriert. So können an dieser Stelle z. B. Projektzeiten, Ressourcen und Status verwaltet werden. Das Project Management lässt sich mit folgenden Bereichen integrieren: Solution Documentation, Change Request Management und Requirements Management.

Test Management

Das Test Management unterstützt das automatisierte Testen und Tracken der Freigabe von Systemänderungen mit Workflows zur Einbindung von Key Usern.

Es erlaubt das Festlegen von erforderlichen Prüfungsumfängen für Anwendungen und Geschäftsprozesse sowie die zentrale Verwaltung als auch Durchführung von automatisierten Tests. Dabei werden folgende Phasen durchlaufen: Festlegung des Testumfangs, Testplanung, Testen und schließlich Überführung der Änderungen in den laufenden Betrieb.

Im Testverlauf erfasste Prüfmaterialien und -ergebnisse werden zentral gespeichert, um für weitere system- und komponentenübergreifende Tests genutzt werden zu können. Gesammelte Projektdaten können zudem für die Planung zukünftiger Änderungen und zum Nachweis gegenüber der Revision dienen.

Diagnostics & Monitoring

SAP Solution Manager Diagnostics und Monitoring 

SAP Solution Manager Diagnostics ist ein Teil der SAP-eigenen “Standards for Solution Operations”. Der SAP-Betrieb erhält damit ein zentrales Analyse- und Monitoring-Werkzeug zur Identifizierung von Problemen und systemübergreifenden Durchführung von Analysen. Der SAP Solution Manager Monitoring stellt eine Infrastruktur für die unterschiedlichen IT-Aufgaben im Unternehmen dar. Die Monitoring Technologie MAI verbindet dabei technische Analysen und Administration mit Datenbankmonitoring und -management. 

Cross Topics

Hier befinden sich Informationen zu übergreifenden Themen im Solution Manager wie Content Activation, SAP Solution Manager Setup, SAP Engagement and Service Delivery, Analytics und mehr.

Zusammenspiel verschiedener Komponenten und Aufgabenbereiche im Solution Manager

Focused Solutions

Anwender des Solution Managers haben seit einiger Zeit die Möglichkeit, neben den frei konfigurierbaren Komponenten auch sogenannte Focused Solutions ohne zusätzliche Kosten zu nutzen. Dabei handelt es sich um vorkonfigurierte Lösungen bzw. Erweiterungen für explizite Prozessanforderungen, welche sofort produktiv eingesetzt werden können, ohne dass zusätzlicher Aufwand für Programmierung, Dokumentation, Schulung oder Wartung anfällt.

Die Focused Solutions decken drei unterschiedliche Einsatzbereiche ab.

  • Focused Build liefert eine werkzeuggestützte und sofort einsatzbereite Methodik zum Management von Anforderungen und Softwareentwicklungen bis zum Produktivstart. Nutzer haben Zugriff auf vorkonfigurierte Funktionen und Prozesse des SolMans sowie zusätzliche Build-Funktionen, bspw. um Continuous Integration, Continuous Delivery oder Continuous Deployment in agilen Innovationsprojekten umsetzen zu können.
  • Focused Insights dient zur Erstellung kundenspezifischer und einfach zu bedienender Dashboards mit modernster User Experience. Der Zugriff auf 800 vordefinierte KPIs und die vereinfachte Konfiguration ermöglichen das Bereitstellen leistungsstarker Dashboards in kürzester Zeit und ohne Programmieraufwand.
  • Focused Run ist eine Lösung für Service-Provider zum sicheren Hosten zentraler, skalierbarer Umgebungen. Durch Modifikationen des Solution Managers können somit mehr als 1.000 Systeme überwacht und verwaltet werden.

Vorteile des Solution Managers

Sinn und Zweck des Solution Managers ist die Vereinfachung und Automatisierung von Aufgaben zur Aufrechterhaltung einer SAP-Landschaft. Durch seinen Einsatz können Administratoren nicht nur Zeit und Kosten sparen, sondern insgesamt produktiver und effizienter arbeiten.

Der modulare Aufbau des Solution Managers erlaubt dessen flexible Anpassung an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer und des Unternehmens. Je nach eingerichtetem Funktionsumfang kann der SolMan zusätzlich zur Unterstützung der bestehenden SAP Basis auch für anfallende Basis- und Projektarbeiten in der Systemumgebung eingesetzt werden.

Seit Release der Version 7.2 überzeugt der Solution Manager darüber hinaus noch mit einer verbesserten Bedienung in einer grafisch ansprechenden Benutzeroberfläche, dank welcher sämtliche Geschäftsprozesse in die Applikation miteinbezogen werden können. Auch in Zukunft ist mit zusätzlichen Optimierungen und Erweiterungen des SolMans zu rechnen.

Die bedeutendsten Vorteile auf einen Blick:

  • Business Continuity
    • Reduzierung von Störungen und Ausfällen
    • Minimierung von Risiken durch Analyseverfahren
    • Beschleunigung von Problemlösungen
    • Steigern der Systemleistung
  • Effizienz
    • Nutzen von Best Practices
    • Prozessstandardisierung
    • Zentralisierung von Abläufen
    • Geringerer Personalaufwand
    • Backlogreduktion
  • Prozessbeschleunigung
    • Schnellere Time-To-Market (bspw. durch Verkürzung der Testphasen-Dauer und verbessertem Custom-Code-Management)
    • Automatisierung von Aufgaben
    • Befolgen des agilen Implementierungsansatzes
    • Reduzierter Testaufwand
  • Kostenreduzierung
    • Vereinfachung von Basis- und Projektarbeit in SAP-Systemlandschaften
    • Niedrigere Gesamtbetriebskosten (TCO) während des gesamten Lösungslebenszyklus
    • Flexibilität durch modularen Aufbau
    • Nutzen von Vorkonfigurationen
    • Identifikation von Verbesserungspotenzialen
  • Compliance
    • Verbesserte Audit-Bewertungen
    • Lückenlose Lösungsdokumentationen als “Single Source of the Truth”
    • ITIL-orientiertes Service-Management
  • Weitere
    • Individuelles Customizing
    • Intuitive Bedienbarkeit durch ansprechendes Interface
    • Vereinfachung der Bestellung standardisierter SAP-Services
    • Unterstützung von On-Premise, In-Cloud- und Hybridlandschaften

Unsere Expertise für Ihr Lösungsmanagement

Interessieren Sie sich für die Implementierung des Solution Managers in Ihre SAP-Landschaft? Benötigen Sie Unterstützung bei der Konfiguration einzelner Module zur Verbesserung Ihrer Entwicklungs- und Geschäftsprozesse? Oder wünschen Sie sich ein Upgrade bzw. eine Neuinstallation des Solution Managers, um von den Vorteilen der Version 7.2 zu profitieren?
Unsere Experten stehen Ihnen bei allen Fragen zum Thema Solution Manager gerne zur Seite. Kontaktieren Sie uns einfach für ein unverbindliches Erstgespräch.

Websession: SAP Solution Manager

Sollten Sie mehr über SAP Solution Manager erfahren wollen, dann vereinbaren Sie eine kostenlose Websession mit uns. Ich freue mich auf Sie.

FAQ

Was ist der SAP Solution Manager?

Der Solution Manager ist eine auf ABAP und Java basierte Software, die als Lösung für das zentrale Applikationsmanagement einer SAP-Landschaft dient. Er ist für die Funktionalität der IT-Infrastruktur sowie für die Verwaltung der Software-Umgebung verantwortlich.

Welche Funktionen umfasst der SAP Solution Manager?

Der Solution Manager ist eine zentrale Plattform für das Applikation Lifecycle Management und hilft Unternehmen dabei, ihre gesamte SAP-Infrastruktur zu verwalten und zu warten. In neueren Versionen werden zudem innovative Funktionen für Business-Anwender bereitgestellt, welche über die reine IT-Verwaltung hinausgehen.

Wie ist der SAP Solution Manager aufgebaut?

Der Solution Manager besteht aus einer Reihe von Untermodulen, durch die Anwender auf sogenannte Workcenter Zugriff erhalten. Jedem Workcenter werden bestimmte Rollen und spezifische Aufgabenblöcke zugewiesen. Je nach Zuweisung erhalten Nutzer dann Zugriff auf nötige Prozesse und Werkzeuge zum Erledigen der festgelegten Aufgaben. Durch das Zusammenspiel aller Workcenter wird das gesamte Anwendungsmanagement abgedeckt.

Was sind die Vorteile des SAP Solution Managers?

Der Solution Manager bietet eine Reihe von Funktionen zur Vereinfachung und Automatisierung von Administrationsaufgaben sowie zur Unterstützung von Geschäftsprozessen. Der bedeutendste Vorteil ist jedoch der modulare Aufbau: Der Solution Manager kann je nach Bedürfnissen des Unternehmens individuell angepasst werden, um Prozesse gezielt zu optimieren.

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