SAP Business Process Management

SAP Business Process Management ist eine Software von SAP zur Modellierung von Geschäftsprozessen auf der NetWeaver Plattform. Sie stellt das Gegenstück bzw. eine Alternative zum SAP Business Workflow als integrativem Bestandteil des SAP ERP-Systems dar.

Aufgabe

Geschäftsprozesse müssen effizient und leicht an veränderte Geschäftsbedingungen anpassbar sein, um den unternehmerischen Erfolg zu sichern. Workflow, BPM oder vereinzelt auch Case Management heißen die technischen Ansätze für eine elektronische Abbildung und Steuerung dieser Prozesse. Das Produkt der SAP hierfür ist SAP Business Process Management (BPM). Es stellt Vorgehensmodelle, Methoden, Technologien und Referenzinhalte bereit, mit denen sich Prozesse modellieren, konfigurieren, ausführen und überwachen lassen.

Komponenten

Ein Prozess besteht aus Aktivitäten (auszuführenden Schritten), Rollen (Benutzer oder Systeme, welche die Aktivitäten ausführen) sowie Artefakten (Objekte wie etwa ein Geschäftsdokument, die innerhalb des Prozesses verarbeitet werden). Aus diesen drei Grundmodulen wird ein Prozess zunächst abstrakt modelliert. Bei der Modellierung ist es essentiell, dass sich die betriebswirtschaftlichen Anforderungen exakt in der technischen Darstellung wiederfinden. Nur so gelingt es, SAP BPM zu einem funktionierenden Bindeglied zwischen Business und IT zu machen.

Unter Konfiguration versteht man die schnelle Adaption bestehender Prozesse an externe Gegebenheiten und Anforderungen, bezogen etwa auf das Markt- oder regulatorische Umfeld, neue Technologien, Änderungen im Beschäftigtenkreis etc. Die Änderungen müssen zwecks Nachvollziehbarkeit sauber dokumentiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die enge Kopplung von betriebswirtschaftlicher Sicht und technischer Implementierung bestehen bleibt. Für die Ausführung eines Prozesses müssen in diesen häufig verschiedene Anwendungen integriert werden. Dabei ist eine zu starre Integration zwischen den Systemen zu vermeiden, um nicht zu viele Einzelprozesse zu erhalten, die dann aufwändig zu warten und weiterzuentwickeln sind. Schließlich regelt SAP BPM die kontinuierliche Überwachung der oft komplexen und Geschäftsprozesse aus betriebswirtschaftlicher wie technischer Sicht. Dies ist wichtig, um die Prozesse zeitnah an die sich verändernden externen Prämissen anpassen zu können.

Technologische Basis

Die SAP-ERP-eigene Engine zur Gestaltung von Geschäftsprozessen, der SAP Business Workflow, hat sich in der Vergangenheit nicht durchsetzen können. Grund dafür ist die aufwändige Entwicklung und Konfiguration der Workflows sowie eine anschließend hohe Wartungsanfälligkeit.

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Daher ist diesem Zusammenhang zumeist die Rede vom SAP BMP auf Basis der NetWeaver-Plattform. Damit, sowie mit ARIS for SAP NetWeaver, bieten SAP und Scheer Fachabteilungen, IT-Verantwortlichen und Programmierern eine gemeinsame Plattform für Business Process Management, auf der sich technische Oberflächen und manuelle Eingriffe modellieren und in einem zentralen Tool abbilden lassen. ARIS for SAP NetWeaver wird dabei für die betriebswirtschaftliche Modellierung, Analyse und Dokumentation der Prozesse verwendet. In der gemeinsamen Plattform kann der Anwender die Modelle der unterschiedlichen Abstraktionsebenen – betriebswirtschaftliche Prozessmodelle, Prozesskonfigurationsmodelle und Prozessausführungsmodelle – miteinander verknüpfen.

Der SAP Solution Manager stellt über Referenzmodelle vordefinierte, anpassbare Inhalte bereit, die der Anwender auf seine individuellen Anforderungen adaptieren kann. In ARIS for SAP NetWeaver wird dabei ein Einführungsprojekt angelegt und mit dem SAP Solution Manager synchronisiert. Drittsysteme werden über SAP NetWeaver PI-Szenarien angebunden.

Vor-/Nachteile

SAP BPM versetzt SAP-Anwender in die Lage, Geschäftsprozesse zu definieren, zu beschreiben und zu überwachen. Das daraus generierte Wissen lässt sich nutzen, um Leistung und Effizienz des Unternehmens zu verbessern. Prozesse werden in ihrem Lebenszyklus mit SAP BPM kontinuierlich auf die Geschäftsziele hin ausgerichtet, um damit den Geschäftserfolg zu sichern.

Anders als beim SAP Business Workflow, der als Teil von SAP ERP nicht gesondert lizenziert werden muss, ist die Nutzung von SAP BPM mit zusätzlichen Kosten verbunden. Allerdings kommt darum nicht vorbei, wer sich intensiv mit dem Thema Geschäftsprozessgestaltung befassen will, da sich der SAP Business Workflow in der Praxis als zu kompliziert bei Aufbau und Implementierung erwiesen hat und für seine Bedienung zudem IT-seitig spezielles Know-how erforderlich ist.

Einführung & Best Practices

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