Künstliche Intelligenz ist zwar in vielen Unternehmen angekommen, aber längst nicht selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltag überall dort, sie Mehrwert bieten würde. Um die AI Adoption zu beschleunigen, können Unternehmen KI Champions etablieren. Mitarbeiter, die KI verstehen und als Multiplikatoren und Impulsgeber agieren. Alles Wichtige zum Konzept und wie Unternehmen es in ihre Organisation einführen.
Warum Unternehmen KI Champions brauchen
Viele Organisationen beschäftigen sich derzeit intensiv mit Künstlicher Intelligenz (KI). Es werden Tools getestet, Pilotprojekte gestartet, Schulungen angeboten und Strategien entwickelt. Doch häufig bleibt die Nutzung von KI punktuell: Einige Mitarbeitende probieren viel aus, andere bleiben zurückhaltend, und in vielen Teams fehlt die Orientierung, was erlaubt, sinnvoll und wirklich hilfreich ist.
Gartner prognostiziert, dass bis 2026 etwa 60% der KI-Projekte abgebrochen werden, da sie nicht von KI-fähigen Daten und Integrationsinfrastruktur unterstützt werden. Diese Einschätzung verdeutlicht, dass trotz intensiver Bemühungen die umfassende Integration von KI in operative Prozesse oft scheitert.
KI wird erst dann zum Gamechanger, wenn sie systematisch und umfassend in Prozesse integriert wird. Effizienzgewinne, Fehlerreduktion und Entlastung der Mitarbeitenden sind in nahezu jedem Unternehmensbereich möglich. Dafür braucht es jedoch Menschen, die diese Möglichkeiten erkennen und in die Arbeitsabläufe integrieren: Diese Menschen sind KI Champions.
Warum einzelne KI-Schulungen nicht ausreichen
Viele Unternehmen bieten KI-Schulungen an, um die Nutzung neuer KI-Tools zu fördern. Das vermittelt wichtige Grundlagen, reicht aber selten aus, um dauerhafte Veränderungen in der täglichen Arbeit herbeizuführen. Der eigentliche Transfer beginnt meist erst nach der Schulung: Dann entstehen konkrete Fragen zur Anwendung, zur Eingabe sensibler Informationen, zur Qualitätssicherung von KI-Ergebnissen oder zur Auswahl geeigneter Use Cases.
Häufig fehlen danach kompetente Ansprechpartner. Die Folge: Einige Mitarbeitende nutzen KI gar nicht, andere wenden sie unkoordiniert an. Dadurch bleibt viel Potenzial ungenutzt.
Damit aus Schulungswissen echte Anwendung wird, braucht es interne Multiplikatoren, die nah an den Fachbereichen arbeiten, Fragen beantworten, Use Cases erkennen und Orientierung geben. KI Champions übernehmen genau diese Rolle: Sie bringen KI-Kompetenz dorthin, wo sie im Alltag gebraucht wird, und helfen dabei, sichere und produktive KI-Nutzung Schritt für Schritt in der Organisation zu verankern.
Mit unserem KI Champions Enabling-Programm bilden wir genau diese internen KI-Multiplikatoren aus.
Mit diesem Programm werden ausgewählte Mitarbeiter zu internen KI-Multiplikatoren ausgebildet: Sie unterstützen Fachbereiche dabei, KI sicher und produktiv einzusetzen, identifizieren konkrete Use Cases und begleiten Kollegen bei der praktischen Anwendung. So wird KI nachhaltig in Ihrem Unternehmen verankert.
Was sind KI Champions?
KI Champions sind Mitarbeiter aus Fachbereichen, die ihre Prozesse gut kennen und über ein vertieftes Verständnis von KI verfügen oder dieses aufbauen. Sie wissen, wo im eigenen Bereich wiederkehrende Aufgaben entstehen, wo Informationsflüsse verbessert werden können und wo Mitarbeitende Unterstützung benötigen. Kurz: Sie sehen, wo KI sinnvoll eingesetzt werden könnte – und wo nicht.
Sie sind Impulsgeber für KI-Initiativen, geben Orientierung, machen Wissen verfügbar und fördern eine verantwortungsvolle Nutzung von KI im Arbeitsalltag.
KI Champion, KI-Multiplikator, AI Ambassador: Diese Begriffe beschreiben im Kern dieselbe Rolle. Alle bezeichnen Mitarbeitende, die als treibende Kraft für die Integration und Nutzung von KI im Unternehmen fungieren.
Die Aufgaben von KI Champions
Die konkrete Ausgestaltung der Rolle kann je nach Organisation unterschiedlich sein. In der Praxis übernehmen KI Champions vor allem folgende Aufgaben:
- Anwendungsfälle identifizieren: Sie erkennen, wo KI im eigenen Fachbereich konkrete Entlastung schaffen oder Prozesse verbessern kann, beispielsweise bei Recherche, Textarbeit, Dokumentation, Auswertung oder Wissensmanagement.
- Kolleginnen und Kollegen unterstützen: Sie beantworten erste Fragen, zeigen praktische Nutzungsmöglichkeiten und helfen dabei, Unsicherheiten im Umgang mit KI abzubauen.
- Gute Beispiele sichtbar machen: Sie dokumentieren erfolgreiche Anwendungen, teilen bewährte Prompts oder Workflows und sorgen dafür, dass Wissen nicht in einzelnen Teams hängen bleibt.
- Sichere Nutzung fördern: Sie achten darauf, dass Datenschutz, Vertraulichkeit, Informationssicherheit und Qualitätssicherung im Arbeitsalltag mitgedacht werden.
- Feedback aus der Praxis bündeln: Sie geben Rückmeldungen aus den Fachbereichen an zentrale Stellen wie IT, Datenschutz, Personalentwicklung oder Transformationsverantwortliche weiter.
- Akzeptanz und Veränderung begleiten: Sie erklären, moderieren und zeigen realistische Einsatzmöglichkeiten auf, damit KI weder überschätzt noch aus Unsicherheit gemieden wird.
Was gute KI Champions auszeichnet
Nicht jede Person, die sich für KI interessiert, ist automatisch ein geeigneter KI Champion. Gute Kandidatinnen und Kandidaten für diese Rolle zeichnen sich vor allem durch folgende Eigenschaften aus:
- Fachliche Nähe: Sie kennen ihren Bereich, die Arbeitsrealität ihrer Kolleginnen und Kollegen sowie typische Prozesse, Engpässe und Herausforderungen.
- Technologische Offenheit: Sie sind bereit, KI-Werkzeuge auszuprobieren, neue Entwicklungen einzuordnen und ihr Wissen kontinuierlich zu erweitern.
- Praktisches Urteilsvermögen: Sie erkennen, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann und wo klassische Arbeitsweisen, menschliche Prüfung oder andere Lösungen besser geeignet sind.
- Verantwortungsbewusstsein: Sie berücksichtigen Datenschutz, Informationssicherheit, Urheberrecht, Transparenz und Qualitätssicherung.
- Kommunikationsstärke: Sie erklären komplexe Themen verständlich, beantworten Fragen und unterstützen Kolleginnen und Kollegen im Arbeitsalltag.
- Veränderungskompetenz: Sie nehmen Unsicherheiten ernst, bauen Vorbehalte ab und helfen dabei, neue Arbeitsweisen konstruktiv zu etablieren.
Die wichtigsten Kompetenzfelder
Damit KI Champions ihre Rolle wirksam ausfüllen können, müssen sie nicht nur persönlich geeignet sein, sondern auch konkrete Kompetenzen aufbauen. Dazu gehören:
- KI-Grundverständnis
KI Champions sollten wissen, wie generative KI funktioniert, welche Arten von Ergebnissen sie erzeugen kann und warum diese Ergebnisse immer geprüft werden müssen. - Praktische Anwendungskompetenz
Sie sollten KI-Werkzeuge zielgerichtet nutzen können, für die Use Cases, die für ihren Bereich besonders relevant sind. - Prompting-Kompetenz
Eine Grundkompetenz ist die Fähigkeit, gute Prompts zu formulieren und Aufgaben für KI-Systeme so zu beschreiben, dass diese verwertbare, nachvollziehbare und überprüfbare Ergebnisse liefern können. - Use-Case-Kompetenz
KI Champions sollten geeignete KI-Anwendungsfälle in ihrem Verantwortungsbereich erkennen, bewerten und in erste praktische Schritte übersetzen können. Wichtig ist es, dass sie Nutzen, Aufwand, Risiko und Umsetzbarkeit realistisch einschätzen können. - Sichere und verantwortungsvolle Nutzung
Sie sollten ein Überblickswissen zu Themen wie Datenschutz, Informationssicherheit, rechtlichen Rahmenbedingungen und Qualitätssicherung im Kontext von KI mitbringen.
Wie Unternehmen KI Champions auswählen
Der Aufbau eines KI Champion-Netzwerks beginnt mit der Auswahl der richtigen Mitarbeiter.
Neben der fachlichen und persönlichen Eignung sollten Unternehmen darauf achten, dass sie Mitarbeiter wählen, die gut vernetzt sind und von Kolleginnen und Kollegen als kompetent und ansprechbar wahrgenommen werden. KI Champions müssen keine Führungskräfte sein. Häufig sind gerade operative Expertinnen und Experten besonders geeignet, weil sie die tatsächlichen Prozesse und Herausforderungen sehr genau kennen.
Die Unterstützung durch Führungskräfte spielt allerdings eine zentrale Rolle. KI Champions brauchen Zeit, Rückendeckung und eine klare Rollenbeschreibung. Wenn die Aufgabe nur zusätzlich zur bestehenden Arbeit vergeben wird, ohne Ressourcen oder Erwartungen zu klären, bleibt die Wirkung begrenzt.
KI Champions sollten in verschiedenen Unternehmensbereichen aufgebaut werden. Ein wirksames Netzwerk sollte nicht nur aus Personen aus IT oder Innovation bestehen, schließlich betrifft KI nahezu alle Unternehmensbereiche – von Personal und Vertrieb bis Verwaltung, Controlling, Kommunikation und Produktion.
Wie KI Champions befähigt werden
Um KI Champions effektiv zu befähigen, sollten Unternehmen ein strukturiertes Befähigungsprogramm etablieren. Dieses Programm sollte folgende Elemente beinhalten:
- KI-Grundlagen vertiefen: Vermitteln Sie ein tiefes Verständnis dafür, was KI leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und welche Relevanz sie im Unternehmenskontext hat. Diskutieren Sie relevante Entwicklungen und die Nutzung spezifischer Tools und interner Richtlinien.
- Praktische Übungseinheiten: Lassen Sie KI Champions mit realen Aufgaben aus ihrem Arbeitsumfeld arbeiten. Dies hilft ihnen, ein Gefühl für nützliche Ergebnisse zu entwickeln und zu erkennen, welche kritisch geprüft werden müssen.
- Analyse und Einsatzplanung: Unterstützen Sie die Teilnehmer dabei, Prozesse zu analysieren, Einsatzfelder zu identifizieren und nach Nutzen, Machbarkeit und Risiko zu bewerten, um erste Anwendungsfälle zu entwickeln.
- Multiplikatorenrolle gezielt stärken: Trainieren Sie Kommunikationsmethoden sowie Formate für Wissenstransfer. Die Fähigkeit, Vorbehalte auszuräumen und Begeisterung zu wecken, sollte gefördert werden, wobei realistische Erwartungen entscheidend sind.
Typische Fehler beim Aufbau von KI Champion-Programmen
Wenn Unternehmen den Bedarf an KI-Multiplikatoren erkennen und diese aufbauen, lassen sich regelmäßig die gleichen Fehler beobachten.
- Unklare Rollenbeschreibung: Erwartungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden zu offen formuliert.
- Fehlende Zeitressourcen: Die Rolle wird zusätzlich vergeben, aber nicht realistisch eingeplant.
- Zu starker Tool-Fokus: Prozesse, Qualitätssicherung und Verantwortung werden zu wenig berücksichtigt.
- Fehlende Einbindung zentraler Stellen: Datenschutz, IT, Informationssicherheit und Führung sind nicht ausreichend beteiligt.
- Keine sichtbare Erfolgsmessung: Nutzen, Verbesserungen und Lernerfolge werden nicht dokumentiert.
Was ein gutes KI Champion-Programm leisten sollte
Ein gutes KI Champion-Programm verbindet Grundlagenwissen, praktische Anwendung, rechtliche Leitplanken und die Fähigkeit zum internen Wissenstransfer. Entscheidend ist ein praxisnaher Ansatz: Die Teilnehmer sollten nicht nur über KI sprechen, sondern konkrete Aufgaben aus ihrem Arbeitsbereich bearbeiten.
So entstehen erste Anwendungsfälle, ein realistisches Verständnis für Nutzen und Grenzen sowie eine Struktur, die über die einzelne Schulung hinauswirkt. Das Programm sollte zur Organisation passen, insbesondere zu Strategie, Kultur, Prozessen, Datenschutzanforderungen und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Es ist auch wichtig, das Programm nicht als einmalige Qualifizierung zu verstehen. KI Champions brauchen kontinuierliche Weiterentwicklung, da sich KI-Technologien, Einsatzmöglichkeiten und rechtliche Anforderungen schnell verändern. Regelmäßiger Austausch zwischen den KI Champions bleibt auch nach Abschluss des Programms essenziell.
Erfolgsmessung
Um den Erfolg des Programms zu messen, sollten folgende Indikatoren betrachtet werden:
- Anzahl und Qualität der entwickelten Anwendungsfälle
- Verbesserungen in Effizienz und Prozessoptimierung durch KI
- Teilnehmerfeedback und Zufriedenheit
- Fortlaufende Beteiligung und Engagement der KI Champions
- Langfristige Integration der erlernten Kompetenzen in den Unternehmensalltag
Ein fortlaufendes Monitoring und Feedbackschleifen helfen, das Programm anzupassen und zu verbessern.
Unser Angebot: KI Champions gezielt befähigen
Mit unserem KI Champion-Enabling-Programm unterstützen wir Unternehmen dabei, interne Multiplikatoren für den KI-Einsatz systematisch aufzubauen. Die Teilnehmer lernen, Künstliche Intelligenz sicher und produktiv einzusetzen, geeignete Anwendungsfälle im eigenen Arbeitsbereich zu identifizieren und Kollegen im Alltag zu begleiten.
Das Programm verbindet:
- KI-Grundlagen
- praktische Übungen und Prompting
- Use-Case-Entwicklung
- Datenschutz- und Compliance-Aspekte
- Methoden für den internen Wissenstransfer
Ziel ist es, Mitarbeiter nicht nur für KI zu sensibilisieren, sondern sie handlungsfähig zu machen. KI Champions sollen Chancen erkennen, Risiken einordnen und konkrete Verbesserungen anstoßen können. So bleibt KI nicht abstraktes Zukunftsthema, sondern wird als konkretes Werkzeug dauerhaft im Unternehmen verankert.


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FAQ
Was sind KI Champions?
KI Champions sind Mitarbeiter, die ein vertieftes Verständnis von KI entwickeln, um deren sinnvollen Einsatz im Unternehmen zu fördern und als Multiplikatoren zu agieren.
Warum brauchen Unternehmen KI Champions?
KI Champions helfen, die Nutzung von KI über die Experimentierphase hinaus in die operativen Prozesse zu integrieren, was Effizienzgewinne und Fehlerreduzierung ermöglicht.
Was leisten KI Champion-Programme?
Sie verbinden Grundlagenwissen, praktische Anwendungen und rechtliche Aspekte, um KI Champions auf ihre Aufgaben vorzubereiten und den Wissenstransfer im Unternehmen zu fördern.
Welche Aufgaben haben KI Champions?
KI Champions identifizieren KI-Anwendungsfälle, unterstützen Kollegen, machen Erfolge sichtbar und fördern die sichere Nutzung von KI, während sie Feedback aus der Praxis bündeln.
