Viele KI-Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern an den Daten. Entweder sind zu wenige vorhanden, sie sind schwer zugänglich oder aus Datenschutzgründen kaum nutzbar. Ein möglicher Ausweg: Synthetic Data Generation, das Erzeugen künstlicher Daten. Wie die Methode funktioniert, welche Vor- und Nachteile im Vergleich zu realen Daten bestehen und in welchen Fällen sich der Ansatz für Unternehmen lohnt.
Synthetic Data Generation bezeichnet die künstliche Erzeugung von Daten, die reale Datensätze in ihren Mustern, Strukturen und statistischen Eigenschaften möglichst realistisch nachbilden. Anders als klassische Test- oder Beispieldaten entstehen sie nicht zufällig, sondern gezielt mithilfe von Algorithmen, KI-Modellen oder Simulationen. Ziel ist es, Datensätze zu schaffen, die sich für Analyse, Entwicklung, Tests oder das Training von KI-Systemen nutzen lassen, ohne dabei direkt auf sensible oder schwer verfügbare Echtdaten angewiesen zu sein.
Für Unternehmen wird der Ansatz vor allem dort interessant, wo reale Daten knapp, teuer, regulatorisch sensibel oder nur mit hohem Aufwand nutzbar sind. Synthetic Data Generation Sie hilft hier dabei, Datenlücken zu schließen, seltene Szenarien gezielt abzubilden und datengetriebene Projekte schneller voranzubringen. Gerade im Umfeld von künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Softwaretests gewinnen synthetische Daten deshalb an Bedeutung. Sie können reale Daten ergänzen und in manchen Anwendungsfällen teilweise ersetzen, etwa wenn Datenschutz, Verfügbarkeit oder Skalierbarkeit zum Engpass werden.
Zu beachten ist dabei, dass Synthetische Daten keine erfundenen Daten sind. Ihr Wert entsteht gerade dadurch, dass sie relevante Eigenschaften realer Daten möglichst treffend nachbilden, ohne einzelne reale Personen, Vorgänge oder vertrauliche Informationen direkt offenzulegen. Damit wird Synthetic Data Generation für viele Unternehmen zu einem strategischen Werkzeug, das nicht als bloßer Ersatz für jede reale Datenquelle dient, sondern als flexible Ergänzung, um Innovation, Datenschutz und Datenverfügbarkeit besser miteinander zu verbinden.
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Mit der wachsenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz und Machine Learning steigt der Bedarf an großen, hochwertigen Datensätzen.
Typische Herausforderungen sind:
Mit künstlichen Daten können Unternehmen ihre Datensätze unter Beachtung des Datenschutzes gezielt erweitern. Da sie die volle Kontrolle über die Datengenerierung haben, können sie ihre KI-Modelle auch für seltene Szenarien mit optimalen Daten trainieren. Gerade in Bereichen wie autonomes Fahren, Gesundheitswesen, Finanzanalyse, Robotik oder Computer Vision wird Synthetic Data zu einem wichtigen Bestandteil moderner KI-Entwicklung.
Wichtig: Synthetische Daten sind realen Daten nicht per se überlegen.
Ob reale oder synthetische Daten die bessere Wahl sind, hängt immer vom konkreten Anwendungsfall ab. Reale Daten punkten vor allem durch ihre unmittelbare Nähe zur Wirklichkeit, sind aber häufig schwer verfügbar, sensibel oder aufwendig in der Nutzung. Synthetische Daten schaffen hier neue Spielräume, da sie sich gezielt erzeugen, skalieren und für bestimmte Szenarien optimieren lassen. In der Praxis geht es deshalb meist nicht um ein Entweder-oder, sondern um die Frage, welche Datenbasis für das jeweilige Ziel am sinnvollsten ist oder wie sich beide Ansätze sinnvoll kombinieren lassen.
| Kriterium | Reale Daten | Synthetische Daten |
| Herkunft | Entstehen aus realen Prozessen, Transaktionen, Interaktionen oder Messungen | Werden künstlich auf Basis von Modellen, Regeln oder Simulationen erzeugt |
| Realitätsnähe | Sehr hoch, da sie echte Bedingungen abbilden | Hoch, wenn die Generierung qualitativ gut ist, aber nicht immer vollständig realitätsgetreu |
| Datenschutz | Häufig kritisch, besonders bei personenbezogenen oder sensiblen Daten | Oft datenschutzfreundlicher, da keine direkten realen Personen oder Vorgänge abgebildet werden |
| Verfügbarkeit | Oft begrenzt oder schwer zugänglich | Kann gezielt und in großen Mengen erzeugt werden |
| Kosten und Aufwand | Erhebung, Bereinigung und Annotation sind oft teuer und zeitintensiv | Hoher Initialaufwand möglich, danach häufig gut skalierbar |
| Seltene Szenarien | Oft kaum oder nur unzureichend vorhanden | Können gezielt simuliert und verstärkt erzeugt werden |
| Kontrolle über Datenqualität | Eingeschränkt, da reale Daten oft unvollständig oder verzerrt sind | Höher, da Struktur und Verteilung gezielt beeinflusst werden können |
| Typische Einsatzgebiete | Produktivsysteme, reale Analysen, Validierung, operative Prozesse | KI-Training, Tests, Simulationen, Entwicklung, Datenschutz-Szenarien |
Wichtig: Synthetische Daten sind realen Daten nicht grundsätzlich überlegen. Sie spielen ihre Stärken vor allem dort aus, wo Datenschutz, Datenknappheit, Skalierbarkeit oder seltene Sonderfälle eine große Rolle spielen. Reale Daten bleiben dagegen unverzichtbar, wenn es um die Validierung unter echten Bedingungen und die unmittelbare Abbildung der Wirklichkeit geht.
Für die Generierung synthetischer Daten haben sich drei zentrale Ansätze etabliert. Welche Methode sinnvoll ist, hängt vor allem vom Anwendungsfall, der benötigten Datenart und den Anforderungen an Realitätsnähe, Skalierbarkeit und Kontrolle ab.
Der leistungsfähigste Ansatz für Synthetic Data Generation basiert auf generativen KI-Modellen. Sie lernen aus bestehenden Datensätzen die statistischen Muster und Zusammenhänge und generieren daraus künstliche, realitätsnahe Daten.
Die wichtigsten drei Verfahren in dem Bereich: GANs (Generative Adversarial Networks), galten lange als Standard für realistische Bilddaten. Variational Autoencoders (VAE) werden dagegen häufiger für strukturierte und tabellarische Daten eingesetzt. Diffusion Models: Sie haben sich als State of the Art für viele visuelle Anwendungen etabliert.
Für Entscheider: Generative Modelle sind die richtige Methode, wenn große Mengen realistischer Trainingsdaten benötigt werden. Sie erfordern jedoch eine geeignete Datenbasis, technisches Know-how und entsprechende Rechenressourcen.
Regelbasierte Ansätze erzeugen synthetische Daten auf Basis definierter Logiken, statistischer Verteilungen oder Abhängigkeiten zwischen Variablen.
Typische Anwendungen sind beispielsweise Testdaten für Software, simulierte Geschäftsprozesse oder strukturierte Datensätze mit klaren Beziehungen (z. B. Einkommen abhängig vom Alter).
Für Entscheider: Der größte Vorteil liegt in Transparenz, Kontrolle und schneller Umsetzung. Allerdings ist die Realitätsnähe begrenzt, weshalb sich dieser Ansatz vor allem für Test- und Entwicklungszwecke eignet.
Synthetische Daten können auch auf Basis digitaler Modelle realer Systeme erzeugt werden. Häufig wird diese Methode bei Verkehrssimulationen, in Robotik-Trainingsumgebungen oder für digitale Zwillinge in der Industrie verwendet.
Im Gegensatz zu generativen Modellen basieren diese Daten nicht primär auf bestehenden Datensätzen, sondern auf physikalischen, technischen oder prozessualen Modellen.
Für Entscheider: Der Ansatz ist vor allem sinnvoll, wenn reale Daten schwer zugänglich, teuer oder riskant zu erheben sind, zum Beispiel bei autonomen Systemen oder in der Produktion. Der Aufbau der Modelle ist jedoch aufwendig und erfordert Domänenwissen.



Wie viele neue Technologien bringt auch Synthetic Data Generation sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich. Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist es wichtig, beide Seiten zu verstehen, um synthetische Daten sinnvoll und effektiv einzusetzen.



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Synthetic Data Generation entwickelt sich zu einer wichtigen Methode in datengetriebenen Organisationen. Ursache dafür ist, dass in vielen KI-Projekten ausreichend geeignete, zugängliche oder nutzbare Daten fehlen.
Synthetische Daten bieten hier eine flexible Lösung: Sie ermöglichen es, Datensätze gezielt zu erweitern, seltene Szenarien zu simulieren und KI-Modelle effizienter zu trainieren. Besonders in datenintensiven Bereichen wie Industrie, Mobilität oder Finanzanalyse entstehen so neue Spielräume für Entwicklung, Tests und Innovation.
Komplett ersetzen werden synthetische Daten reale Daten nicht. In der Praxis entfalten sie ihren größten Nutzen in Kombination mit echten Daten – zur Ergänzung, in datenschutzsensiblen Bereichen oder zur Skalierung. Richtig eingesetzt, können synthetische Daten die Entwicklung von KI-Systemen deutlich beschleunigen und für Unternehmen so zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.
Synthetic Data Generation bezeichnet den Prozess der künstlichen Erstellung von Datensätzen. Anstatt Daten direkt aus realen Ereignissen zu sammeln, werden sie mithilfe von Algorithmen, Simulationen oder KI-Modellen erzeugt. Ziel ist es, Daten zu generieren, die realen Daten ähneln, ohne echte Personen oder sensible Informationen abzubilden.
Man unterscheidet vollsynthetische, teilsynthetische und simulationsbasierte Daten.
Synthetische Daten werden vor allem dort eingesetzt, wo große Mengen an Trainings- oder Testdaten benötigt werden. Typische Einsatzbereiche sind:
Sie helfen Unternehmen dabei, Datensätze zu erweitern oder zu erzeugen, wenn reale Daten fehlen oder nur eingeschränkt genutzt werden dürfen.
Synthetische Daten können die Entwicklung von KI-Systemen deutlich erleichtern. Sie ermöglichen es, große Trainingsdatensätze zu erstellen, seltene Szenarien zu simulieren und Modelle robuster zu trainieren. Gleichzeitig können Datenschutzprobleme reduziert werden, da keine realen personenbezogenen Daten verwendet werden müssen.
Wenn Sie Unterstützung zum Thema Synthetic Data Generation benötigen, stehen Ihnen die Experten der mindsquare AG zur Verfügung. Unsere Berater helfen Ihnen, Ihre Fragen zu beantworten, das passende Tool für Ihr Unternehmen zu finden und es optimal einzusetzen. Vereinbaren Sie gern ein unverbindliches Beratungsgespräch, um Ihre spezifischen Anforderungen zu besprechen.
Ich helfe dabei, Integrationslösungen für Systemlandschaften nach dem aktuellen Stand der Technik einzuführen. Als Management & Technologieberater für Integration & Schnittstellen verbinde ich tiefgehende technische Expertise mit langjährigem Projektleitungs-Knowhow. Diese Kombination liefert mir die Grundlage, meine Kunden-Projekte zum Erfolg zu führen.
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