In On-Premises-Landschaften wird SAP Joule nicht unterstützt. Unternehmen müssen alternative Lösungen implementieren oder auf Eigenentwicklungen setzen. Wir erklären, wie KI-Architekturen in SAP gestaltet sein sollten, damit sie optimalen Mehrwert liefern.
Wer über KI im SAP-Umfeld spricht, kommt an Joule nicht vorbei. Als integrierter KI-Companion unterstützt er User in SAP-Anwendungen, beantwortet Fragen und entwickelt sich zunehmend zu einem proaktiven Agenten.
Doch KI kann auch in SAP abseits von Joule funktionieren. Denn am Ende ist der Copilot auch nur die Kombination aus Benutzeroberfläche, KI-Modell und Zugriff auf SAP-Daten. Dieses Prinzip ist nicht an ein bestimmtes Produkt gebunden. Im Gegenteil, es lässt sich unabhängig von Joule – und unabhängig vom Betriebsmodell – umsetzen.
Dies ist vor allem für ein On-Premises-Umfeld interessant, in dem Unternehmen eigene Architekturen aufbauen und hierfür verstehen müssen, wie sie KI produktunabhängig in ihre Prozesse integrieren können.
Unabhängig davon, ob KI in der Cloud, hybrid oder On-Premises eingesetzt wird, basiert sie im SAP-Kontext auf drei Komponenten:
Da diese Elemente alle voneinander entkoppelt sind, lassen sie sich flexibel kombinieren. Genau darin liegt auch der entscheidende Unterschied zu klassischen, fest integrierten Funktionen:
KI ist kein einzelnes Feature, sondern entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Komponenten.
Wir beraten Sie mit einer Make-or-Buy-Analyse für KI-Projekte individuell zu Ihrem konkreten Anwendungsfall und prüfen, ob Ihre KI-Lösung intern entwickelt oder extern eingekauft werden sollte. So erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsvorlage, mit der Sie Risiken frühzeitig minimieren, Fehlinvestitionen vermeiden und Ihre KI-Initiative zielgerichtet umsetzen.
Die Integration von KI sollte immer mit den klassischen Fragen beginnen: Wer ist der Anwender? Wo findet die Interaktion statt? Und welche Informationen oder Aktionen werden benötigt?
Aus diesen Anforderungen ergibt sich zunächst die Frage nach dem User Interface. Die Interaktionen können über eine Fiori App, ein bestehendes Web-Portal, Microsoft Teams oder ein separates Chat-Widget erfolgen. Dieses Frontend ist technisch vergleichsweise trivial und weitgehend unabhängig vom SAP-System selbst.
Der eigentliche Mehrwert entsteht erst durch die Anbindung an SAP-Daten und -Prozesse. Diese Integration kann sowohl über direkte API-Zugriffe als auch über vorgelagerte Datenaufbereitung erfolgen:
Für die strukturierte Verbindung dieser Komponenten braucht es eine zentrale Instanz zur Steuerung von Schnittstellen. Hier kommt die SAP Business Technology Platform als Integrations- und Orchestrierungsebene ins Spiel. Sie führt SAP-Systeme, externe Services und KI-Modelle zusammen oder fungiert als Bindeglied in hybriden Szenarien zwischen On-Premises-Systemen und Cloud-basierten KI-Services.
Die SAP BTP schafft die Voraussetzungen dafür, dass KI kontrolliert, sicher und konsistent in bestehende SAP-Prozesse eingebunden werden kann.
Die Aufgabe von LLMs in dieser Architektur ist es, Eingaben zu interpretieren und in strukturierte Aktionen oder Abfragen zu übersetzen. Sie arbeiten dabei ausschließlich innerhalb der Grenzen, die durch freigegebene Schnittstellen, Berechtigungen und Prozesslogik definiert sind. Welche Aktionen möglich sind, welche Daten gelesen oder verändert werden dürfen und in welchem Kontext dies geschieht, ist Ergebnis klassischer Integrations- und Designarbeit.
Gerade im SAP-On-Premises-Umfeld liegt die Verantwortung für Annahmen, Schnittstellen und Abläufe vollständig beim Unternehmen, während SAP im Cloud-Standard entsprechende Use-Case-Logiken bereits vorgibt. On-Premises müssen Use Cases explizit modelliert und technisch umgesetzt werden. Das ist aufwändiger, ermöglicht aber die Abbildung unternehmensspezifischer Prozesse, die über den SAP-Standard und generische Cloud-Szenarien hinausgehen.
Für den effektiven KI-Einsatz braucht es nicht nur eine tragfähige technische Architektur, sondern auch eine funktionierende Verankerung in der Organisation. Dies geschieht meist auf einem von zwei Wegen:
Beide Ansätze sind grundsätzlich valide. Kritisch wird es jedoch, wenn isolierte Lösungen entstehen, die nicht in eine übergreifende Architektur eingebettet sind. Ohne Abstimmung entstehen schnell parallele Strukturen, die langfristig zusätzlichen Aufwand verursachen.



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KI im SAP-Kontext ist keine Standardfunktion. Zwar gibt es mit Joule eine ready-to-use Lösung, doch für On-Premises-Infrastrukturen müssen Unternehmen Alternativen finden. Und diese müssen Joule in nichts nachstehen. Denn der Nutzen von KI hängt nicht an einem spezifischen Tool.
Unabhängig von Cloud- oder On-Premises-Modellen kann KI als Erweiterung gezielt in das System integriert werden. Hierzu braucht es eine zur Systemlandschaft passende Architektur mit klaren Schnittstellen und eine konsequente Einbettung in bestehende Prozesse. Dann kann KI auch ohne Standardtool Abläufe wirksam unterstützen oder automatisieren – schrittweise, kontrolliert und entlang realer betrieblicher Anforderungen.
Ich helfe dabei, Integrationslösungen für Systemlandschaften nach dem aktuellen Stand der Technik einzuführen. Als Management & Technologieberater für Integration & Schnittstellen verbinde ich tiefgehende technische Expertise mit langjährigem Projektleitungs-Knowhow. Diese Kombination liefert mir die Grundlage, meine Kunden-Projekte zum Erfolg zu führen.
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Vollumfängliche Implementierungs- und Betriebsunterstützung für führende Softwareprodukte unserer Partnerunternehmen:
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