SAP Web Services

Mit Hilfe von SAP Web Services können SAP-Anwender Informationen aus dem produktiven SAP für Fremdsysteme nutzbar machen. Dadurch lassen sich system- und firmenübergreifende Geschäftsprozesse mit externen Partnern (Kunden, Lieferanten) aufsetzen.

Was sind SAP Web Services?

SAP Web Services sind eigenständig agierende Software-Komponenten, die heterogen in einem Netzwerk verteilt sind und von beliebigen Web-Anwendungen genutzt werden können. Sie ermöglichen eine automatisierte Kommunikation zwischen Applikationen über das Internet. Anders als diese verfügen SAP Web Services über keine Benutzeroberfläche zur Dateneingabe oder -anzeige.

Grundlegende Standards für SAP Web Services sind XML (eXtensible Markup Language), das Simple Object Access Protocol (SOAP), die Beschreibungssprache Web Service Definition Language (WSDL) sowie der Verzeichnisdienst Universal Description, Discovery and Integration (UDDI).

Der Zugriff auf Webservices und die Interaktion mit anderen Anwendungen finden über das standardisierte XML-Protokoll SOAP statt. Es stellt die Verbindung zwischen Client und Web Service her. Die Schnittstellen einer Web-Services-Applikation werden mit der XML-basierten, standardisierten Beschreibungssprache (WSDL) beschrieben. UDDI ist ein Verzeichnisdienst für Adress- und Produktdaten sowie Anwendungs-Schnittstellen der verschiedenen Web-Services-Anbieter, der durch die Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) verwaltet wird. Unter http://uddi.sap.com stellt SAP einen öffentlichen UDDI-Server bereit. Als Service Registriy kann jeder ABAP-Mandant eingerichtet werden.

Anwendungsbereiche

Web Service werden vor allem im B2B-Umfeld genutzt, wenn Geschäftsprozesse über Unternehmensgrenzen hinweg abgewickelt werden sollen. Um diese zu beschreiben, wurde mit der Business Process Execution Language (BPEL) eine eigene, XML-basierte Sprache entwickelt. Beispiele sind die Prüfung von Kreditkarten oder das Stellen von Preisanfragen bei einem Anbieter. Unternehmen können ihren externen Partner Web Services zur Verfügung stellen, die diese in ihre eigenen Softwareanwendungen integrieren können. So lassen sich übergreifende Supply-Chain-Ketten aufbauen.

Für den Aufbau einer Dienste-orientierten IT-Architektur (Service Oriented Architecture = SOA) sind Web SAP Services der essentielle Baustein. Beim SOA-Modell geht man von den Geschäftsprozessen aus; Dienste von IT-Systemen in einer verteilten (Web-) Umgebung werden bei SOA strukturiert und verbunden. Mit Hilfe von Web Services können IT-Infrastrukturen nach und nach in eine SOA umgewandelt werden.

Einsatz von SAP Web Services

Alle gängigen Standards für den Aufbau und die Nutzung von Web Services werden auf dem SAP NetWeaver Application Server, der SAP-Plattform für Geschäftsanwendungen, implementiert: XML, SOAP, WSDL, UDDI sowie weitere, neu hinzukommende (Sicherheits-)Standards oder Protokolle. Der Application Server ist sowohl als Server für Web Services wie auch als Web-Service-Client einsetzbar.

Auf dieser Basis können Unternehmen ihre Softwaresysteme durch die Verwendung von ABAP und Java Web Services erweitern. Das Web Service Framework umfasst die Entwicklungsumgebungen, eine interoperable SOAP-Laufzeitumgebung für ABAP und J2EE sowie Werkzeuge zur Unterstützung der UDDI-Registrierung. Damit sind Entwickler in der Lage, ohne zusätzlichen Programmieraufwand Funktionsbausteine, Funktionsgruppen, SAP-BAPI-Standardschnittstellen und Schnittstellen zum Austausch von Messages zwischen Anwendungskomponenten über die SAP Exchange Infrastructure (XI) als Web Service bereitstellen. Sie können Web Services aus Programmen aufrufen und über den SOA Manager konfigurieren bzw. überwachen.

Der SOA Manager ist eine Transaktion, die seit SAP NetWeaver 7.0 SP14 zur Verfügung steht. Als Werkzeug für die Administration und Konfiguration von Service-Providern und Consumer-Proxys eines lokalen Systems macht der SOA Manager den Umgang mit Webservices deutlich einfacher.

Für das Anlegen von Services sieht SAP zwei Rollen vor: Service-Entwickler definieren den Web Service zur Designzeit. Sie sind vertraut mit der Applikationslogik und den daraus resultierenden Bedingungen für die Kommunikation und definieren diese Eigenschaften auf einem abstrakten Level. Service-Konfiguratoren dagegen definieren das Verhalten des Web Services zur Laufzeit. Dafür kennen sie die Systemlandschaft und die technischen Voraussetzungen der Applikationsserver, auf denen der Web Service aufgerufen werden soll. Sie entscheiden auf Basis der abstrakten Definition des Web Services, welche konkreten Attribute den zur Designzeit definierten Features zugeordnet werden sollen.

Vorteile

Web Service ermöglichen es, im produktiven SAP-System verfügbare Informationen auch anderen (Nicht SAP) Systemen zugänglich machen zu können. Systeme können damit ohne große Umwege direkt miteinander kommunizieren. Unternehmen eröffnet dies die Möglichkeit, ihre Geschäftsprozesse mit externen Partnern zu verbinden bzw. neue Prozesse zu etablieren. Seit Auslieferung von ServicePack 14 des SAP NetWeaver 7.0 steht mit dem SOA MANAGER eine Transaktion zur Verfügung, die den Umgang mit Webservices noch einmal deutlich vereinfacht hat.

Einführung & Best Practices

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