SAP XI (NetWeaver Exchange Infrastructure)

SAP NetWeaver Exchange Infrastructure (SAP XI) ist eine Software von SAP, mit der sich beliebige Anwendungssysteme und Geschäftspartner (B2B) in die eigenen Unternehmensprozesse einbinden lassen.

Im Zuge zunehmender Vernetzung und Digitalisierung müssen Unternehmen ihre internen Systeme für den Informationsaustausch mit Externen öffnen. Traditionellen Datenaustauschmethoden wie WebService, FTP, SFTP, http(s), E-Mail, Telebox oder OFTP gegenüber steht dabei das Konzept der Enterprise Application Integration (EAI). Eine EAI-Middleware ist ein Programm, das zwischen verschiedenen Anwendungen vermittelt, und zwar nicht in einer 1:1-Beziehung wie bei den herkömmlichen Austauschmethoden, sondern stern- oder busförmig.

Die EAI-Lösung SAP XI ist eine Komponente der SAP NetWeaver-Technologie. SAP stellt damit einen „Single Point of Integration“ für alle Systeme innerhalb und außerhalb der eigenen Unternehmensgrenze zur Verfügung. SAP-Anwenderunternehmen regeln mit SAP XI also den Austausch von Informationen zwischen dem eigenen SAP- und externen Systemen. Mittlerweile wird von SAP NetWeaver Process Integration (SAP PI) als einer Fortentwicklung von SAP XI gesprochen.

Funktionsweise & Eigenschaften

Mit SAP PI realisieren Unternehmen systemübergreifende Geschäftsprozesse. Anwendungen werden unabhängig vom Hersteller (SAP, non-SAP), ihrer Version oder der verwendeten Programmiersprache  (Java, ABAP usw.) miteinander verbunden. Zentrale Aufgabe von SAP PI ist das Design von Nachrichten, Transformationen und systemübergreifenden Integrationsprozessen. Kollaborative Prozesse und der zugrunde liegende Nachrichtenfluss werden in der Plattform konfiguriert und gesteuert. Der Anwender kann Prozesse und Informationsflüsse über die EAI-Plattform zentral monitoren und überwachen. Eine Adapter Engine dient der Integration der einzelnen Systemkomponenten.

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Seit Version 3.0 ist der SAP Web Application Server 6.40 (wie für die meisten SAP-Systeme) die technische Basis der EAI-Plattform SAP PI. Einige Bereiche laufen auf ABAP, der Standardprogrammiersprache von SAP, andere auf Java Enterprise Edition. In SAP PI können Anwender/innen die Prozessintegration auch grafisch darstellen unter Einsatz von WS-Business Process Execution Language, einer XML-basierten Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen. Die derzeit aktuelle Version ist PI 7.50 (als Teil von SAP NetWeaver 7.50). Damit lässt sich das System nun auch als reine Java-Version verwenden. Eine noch in Version 7.3 bestehende Funktionseinschränkung – die zwingend erforderliche Verwendung von ABAP – wurde aufgehoben.

Um beliebige Fremdsysteme zu integrieren, setzt SAP PI auf offene Standards aus der XML- und Java-Welt. Informationen werden in einem frei definierbaren XML-Schema über den SAP Integration Server übertragen. Dieser stellt die zentrale Komponente von SAP PI bei der Interaktion zwischen verschiedenen Betriebssystemen und Anwendungen über interne und externe Systeme hinweg dar.

Vorteile

In der SAP-Terminologie wird die EAI-Plattform als „Integration Broker“ bezeichnet, da sie Systeme mit heterogenen Anforderungen bezüglich Konnektivität, Format und Protokolle vermittelt. Die Integrationskosten sollen sich durch ein gemeinsames Repository für Schnittstellen reduzieren. Als größter Vorteil von SAP PI gilt, dass sämtliche Informationen im Zusammenhang mit der Systemintegration zentral an einer Stelle verwaltet werden – von den beteiligten Anwendungen über die Schnittstellen bis zur Formatumwandlung und dem zentralen Monitoring der beteiligten Komponenten. Außer ggf. zusätzlichen Gateway– und Routerkomponenten erfordert der Einsatz der Integrationssoftware keine zusätzliche Infrastruktur.

Nachteile

Die grafische Benutzeroberfläche und die z.T. schwere Wartbarkeit wurden in der Vergangenheit wiederholt bemängelt. Das Verwalten der Mappings soll ab einer bestimmten Komplexität nur noch schwer handelbar sein.

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