SAP Netweaver

Der SAP NetWeaver ist die Plattform für Geschäftsanwendungen von SAP und bildet die Infrastruktur, auf der alle anderen SAP-Anwendungen laufen. Als Technologiebasis liegt SAP NetWeaver zwischen den Business-Anwendungen und der Datenbank.

Eigenschaften

SAP NetWeaver dient als Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für die SAP-Applikationen sowie für die Integration von Geschäftsprozessen und Datenbanken aus verschiedenen Quellen. Die Plattform setzt Webservice-Technologien ein und ist in der Lage, die verschiedenen, zumeist inkompatiblen Webservices am Markt zu verbinden. Als offene, webbasierte Plattform und durch seine serviceorientierte Architektur (SOA) lässt sich SAP NetWeaver für die Entwicklung von sowohl SAP-Anwendungen wie Fremdsystemen und -anwendungen nutzen. Entwickler können dank SOA Informationen und Prozesse aus verteilten Orten mit unterschiedlichen Technologien integrieren, seien es .NET (Microsoft), WebSphere (IBM) oder Java (Sun/Oracle).

Die Grundlage für alle Anwendungen auf NetWeaver bildet der SAP NetWeaver Application Server, der sich in einen ABAP- und einen Java EE-Applikationsserver unterteilt. Diese beiden Teile werden Stacks genannt und können sowohl einzeln als auch gemeinsam installiert werden. Kommunikationsverbindungen der beiden Stacks können durch den Java Connector hergestellt werden.

Entwicklung

Keimzelle der heutigen Integrations- und Applikationsplattform ist eine Portaltechnologie der israelischen TopTier Software, welche Anfang der Nuller Jahre von SAP dem übernommen wurde. Am 31. März 2013 wurde mit NetWeaver 2004 die erste Version vorgestellt, im Oktober 2015 erschien Version 7.0 (2004s).

In den letzten Jahren hat SAP den Fokus bei der Weiterentwicklung der NetWeaver-Plattform immer stärker auf den Endanwender, auf Personalisierung und Interaktion gelegt und sich damit weg von der reinen Prozessintegration bewegt. Release 7.3, seit Mai 2001 weltweit verfügbar, stellt in dieser Entwicklung einen besonderen Meilenstein dar und war die erste grundlegende Überarbeitung seit 2006. Zuvor gab es für die Themen Collaboration und Web 2.0 nur Grundfunktionen. Ab Version 7.3 konnten Benutzer ihre Startseite nach individuellen Inhalten und Applikationen konfigurieren und neben SAP-Inhalten (über das das Add-on „Enterprise Workspaces“) auch Fremdanwendungen integrieren. Auch das Zusammenspiel mit Microsoft SharePoint wurde verbessert, da viele Unternehmen sowohl SAP wie Microsoft als strategische Anwendungen nutzen.

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Release 7.4 griff erstmals neue Themen wie In-Memory, Cloud, Mobile und Social Media auf. Der ABAP-Stack war mit dieser Version SAP HANA-fähig. Damit bildetet SAP NetWeaver 7.4 die Basis für die SAP Business Suite powered by SAP HANA. Die Performance der HANA-Datenbank ließ sich damit optimal auf der ABAP-Ebene ausnutzen.

Durch die Cloud-Strategie ließen sich mit Version 7.4 Entwicklungskosten einsparen. Neue Entwicklungen konnten in einer abgesicherten Umgebung erprobt werden, ohne dass man in bestehende On-Premise-Systeme eingreifen muss. Im Bereich Mobile konnten SAPUI5, SAP HANA Cloud und das SAP NetWeaver Gateway als neue Technologien genutzt werden.

Die aktuelle Version heißt SAP NetWeaver 7.5 SP04 und bietet Entwicklern vor allem eine erneuerte Basis für die SAP Business Suite und S/4HANA. Sie können nun mit Java 8 programmieren sowie die ABAP Core Data Services nutzen. Da Unternehmen verstärkt auf hybride IT-Landschaften setzen, wurde ferner die Anbindung an die HANA Cloud Platform verbessert. Eine Übersicht über die Neuerungen findet sich im Community Network der SAP.

Vorteile

SAP NetWeaver vereint die wichtigsten für Unternehmensanwendungen relevanten Komponenten, darunter ERP Process Integration, Business Intelligence, ein Portal und mehrere Anwendungsserver. Entwickler schätzen insbesondere die Offenheit der Plattform, die es über ihre Serviceorientierte Architektur (SOA) ermöglicht, SAP- und beliebige Fremdsysteme anzuschließen und miteinander zu verbinden. In der SAP-Terminologie wird hier von einer Enterprise Service Oriented Architecture (ESOA) gesprochen.

Einführung & Best Practices

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