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SAP BAdIs

Die Infrastruktur von Business Add-Ins ist eine mehrstufige Systemlandschaft zur Definition und Implementierung von Business Add-Ins auf jeder Ebene der Systeminfrastruktur.

Was sind SAP BAdIs?

Ein Business Add-In (BAdI) ist ein von SAP bereitgestelltes Quellcode-Plug-In zur Erweiterung des bestehenden ABAP-Codes. Die Erweiterungstechnik bildet mit der objektorientierten Methode und den Business Add-Ins die spezifischen Anforderungen an den Geschäftsprozess ab. Diese sind kundenspezifisch und werden nicht vom Standard-Code in SAP bereitgestellt. BAdIs ermöglichen eine größere Bandbreite an Lösungen, da kundenspezifische Anforderungen innerhalb dieser Plug-Ins umsetzt werden können, ohne den ursprünglichen Quellcode des Objekts zu beeinträchtigen.

Grundkonzept

Das Business Add-In ist die aktuelle Erweiterungstechnik auf Basis von ABAP Objects. BAdI ist ein Exit-Point in einer Quelle, der es bestimmten Branchen, Partnern und Kunden ermöglicht, zusätzliche Software an den SAP-Standard-Quellcode anzubinden, ohne das ursprüngliche Objekt zu modifizieren. Die Benutzer von Business Add-Ins können die Logik nach Bedarf anpassen oder die vorhandene Standardlogik verwenden. SAP garantiert die Aufwärtskompatibilität aller Business Add-In-Schnittstellen. Releasewechsel wirken sich weder auf Erweiterungsrufe aus der Standardsoftware noch auf die Gültigkeit von Aufrufschnittstellen aus.

E-Book BAdIs für ESS/MSS

In diesem E-Book erhalten Sie eine, nach Themenbereichen geordnete, große Auswahl an Business Add-Ins.

Verschiedene Ansichten

  • Definitionsansicht: Der Anwendungsprogrammierer kann die Exit-Punkte in der Quelle vordefinieren, an denen bestimmte Branchenkunden zusätzliche Software an den SAP-Standard-Quellcode anhängen können, ohne das ursprüngliche Objekt modifizieren zu müssen.
  • Implementierungssicht: Die Benutzer von Business Add-Ins können die benötigte Logik anpassen oder eine Standardlogik verwenden.

Benutzerdefinierte BAdIs

Benutzerdefinierter BAdIs sind sinnvoll, wenn es eine zentrale IT für einen Konzern mit dezentralen Fachabteilungen gibt. So können die Wünsche der Fachabteilungen jeweils über BAdIs implementiert werden, anstatt riesige If-then-else- oder Case-Abfragen zu generieren.

  • Zuerst definieren Sie ein Business Add-In, der Anwendungsentwickler erstellt dann eine Schnittstelle für das Add-In.
  • Die Erweiterungsverwaltung legt eine Adapterklasse an, die das Interface implementiert und damit die Schnittstelle für die Implementierung durch den Kunden, Partner usw. bereitstellt.
  • Der Programmierer/Entwickler erzeugt im Anwendungsprogramm eine Instanz der Adapterklasse und ruft zu gegebener Zeit die entsprechende Methode auf.

In dieser SAP ABAP Schulung erwerben Sie die wichtigsten Grundkenntnisse der ABAP-Entwicklung.

Standard BAdIs

Bei Standard Business Add-Ins werden Interface und Adapterklasse von SAP vordefiniert. Jedes Business Add-In hat ein Interface und eine Adapterklasse, die das Interface implementiert. Je nach Geschäftsanforderung wird der Benutzer eine andere Schnittstelle implementieren. Die generierte Klasse (Adapterklasse) hat folgende Aufgaben:

  • Control: Ruft die Adapterklasse zur aktiven Implementierung auf
  • Filterung: Wenn das Add-In unter bestimmten Bedingungen ausgeführt werden muss, dann stellt die Adapterklasse sicher, dass nur bestimmte Implementierungen ausgeführt werden

Was sind BAdI, BAPI, User Exits und Customer Exits?

Im Grunde genommen sind es alles Programme, die es Ihnen ermöglichen, die Funktionalität eines SAP-Systems zu erweitern, um den individuellen Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.

BAdI: Business Add-In

BAdIs (Business Add-Ins) sind kundenspezifische Erweiterungen des SAP-Standardsystems. Sie können sie in das System einfügen, um Benutzeranforderungen zu erfüllen, die nicht sehr häufig auftreten und in der Standardkonfiguration von SAP nicht vorhanden sein sollen.

Beispielsweise können Sie innerhalb einer bestimmten Branche eine bestimmte Anforderung in einem Geschäftsprozess haben, die durch die Standardfunktionalität von SAP nicht abgedeckt werden kann. Diese Anforderung kann durch die Erstellung eines speziellen BAdIs erfüllt werden, welches wiederum die fehlende Funktionalität implementiert. BAdI bietet ähnliche Customizingmöglichkeiten wie Customer Exit, ist aber leistungsfähiger, da BAdI keine zweistufige Infrastruktur (SAP-System und Kundenentwicklungen) wie Customer Exit annimmt.

BAPI: Programmierschnittstelle für Geschäftsanwendungen

BAPI (Business Application Programming Interface) ist eine Schnittstelle, die den Zugriff auf Daten und Prozesse innerhalb eines SAP-Systems ermöglicht. Es gibt zwei Arten von Anwendungen. Erstens können sie als API-Methoden für SAP-Business-Objekttypen definiert werden. Zweitens können sie als Schnittstellen definiert werden, die außerhalb eines SAP-Systems implementiert worden sind, aber innerhalb des SAP-Systems aufgerufen werden sollen.

Funktionen, die außerhalb des SAP-Systems implementiert worden sind, können standardisiert und als BAPIs zur Verfügung gestellt werden. Das BAPI wird häufig verwendet, um eine synchrone Kommunikationsschnittstelle zwischen zwei Parteien einzurichten. Technisch wird die Kommunikation durch den Prozess RFC (Remote Function Call) ermöglicht. Im Gegensatz zu RFC werden BAPIs von SAP bereitgestellt und sind im Business Objects Repository (BOR) standardisiert.

User-Exit

Der User-Exit ist ein ABAP-Formular, das von SAP-Standardprogrammen aufgerufen wird. Er wird mit einem dreistelligen Code identifiziert, der dem SAP-System mitteilt, dass ein benutzerdefinierter Codeabschnitt an einer vordefinierten Stelle eines SAP-Standardprogramms ausgeführt werden soll. Die Zeichencodes sehen aus wie SXX oder UXX, wobei XX eine zweistellige Zahl darstellt.

Wenn ein Code mit dem Buchstaben S beginnt, handelt es sich um einen von SAP ausgelieferten Standard-User-Exit. Wenn ein Code mit dem Buchstaben U beginnt, handelt es sich um einen benutzerdefinierten User-Exit, der von einem Benutzer definiert wurde.

Innerhalb eines User-Exits ist es möglich, nahezu beliebige Daten (lokal oder global) aus dem SAP-Hostprogramm zu lesen und zu ändern. User-Exits geben Ihnen daher viel Flexibilität, die allerdings zu Lasten des höheren Risikos, einen kritischen Fehler zu machen, geht, der zu einem ABAP-Dump oder Inkonsistenz in Datenbanksätzen führen würde.

Customer-Exit

Der Customer-Exit ist eine ABAP-Funktion, die von SAP-Standardprogrammen aufgerufen wird. Der Customer-Exit dient dem gleichen Zweck wie der User-Exit: Er ermöglicht den Benutzern ihre eigene Funktionalität zu den SAP-Standardtransaktionen hinzuzufügen.

Es gibt verschiedene Arten von Customer-Exits: Menü-Exits, Screen-Exits, Funktionsbaustein-Exits, Field-Exits. Im Gegensatz zu User-Exits sind Customer-Exits restriktiver in Bezug auf die Möglichkeiten. Sie können innerhalb eines Customer-Exits nur auf die Parameter zugreifen, die bei Schlüsselwörtern Import, Export, Änderung, Tabellen angegeben sind, um diese zu manipulieren. Gleichzeitig ist es viel sicherer, Customer Exits als User Exits zu verwenden, da das Risiko, etwas zu brechen oder inkonsistente Datenbankeinträge zu erzeugen, gering ist.

Wie geht es weiter?

Schritt 1

Sie nehmen telefonisch, per Mail oder Formular Kontakt auf und schildern uns Ihr Anliegen.

Schritt 2

Zur Klärung von Rückfragen und von Details zum weiteren Vorgehen melden wir uns telefonisch bei Ihnen.

Schritt 3

Wir unterbreiten Ihnen ein Angebot und unterstützen Sie gerne auch bei der Präsentation für Ihr Management.

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