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Microsoft Azure

Microsoft Azure ist eine skalierbare Cloud-Computing-Plattform, die sich durch multiple Einsatzmöglichkeiten auszeichnet. Die häufigste Verwendung ist die Bereitstellung von Diensten und Services in der Cloud. Demnach liegt der wesentliche Fokus auf den Technologien Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Azure ermöglicht zudem die Bereitstellung von Rechenleistung, Speicherplatz (für Datenbanken o.ä.) und Infrastrukturdiensten (Acces Control, Caching-Technologien). Der Dienst wird weltweit angeboten und ist in etliche Sprachen übersetzt.

Die Entwicklung des Cloud-Computing-Dienstes wurde 2008 gestartet und steht seit dem 01.02.2010 offiziell zur Verfügung. Teil des Gesamtsystems, welches als Windows-Azure-Plattform bezeichnet wird, ist auch ein Marktplatz, in dem Dienste angeboten und von Nutzern erworben werden können. Dadurch wurde das Angebot nach und nach auch durch Drittanbieter erweitert und die Einsatzmöglichkeiten haben sich vervielfacht.

Insbesondere der Bereich Künstliche Intelligenz hat heute einen hohen Stellenwert und Dienste mit Machine-Learning– oder Deep-Learning-Technologien erfreuen sich großer Beliebtheit.

Historie und frühe Entwicklungen

Ray Ozzie, ein ranghoher Entwickler und Manager von Microsoft, kündigte im Jahr 2008 auf der Professional Developers Conference in Los Angeles erstmals einen neuen Cloud-Computing-Dienst vom amerikanischen Software-Hersteller mit dem Namen Azure an. Auf der Konferenz wurde zudem bereits ein Community Technology Preview vorgestellt. Zuvor hat Microsofts CEO Steve Ballmer bereits mehrfach von einem bald erscheinenden Cloud-Dienst gesprochen. Kurz nach der Ankündigung wurde der breiten Öffentlichkeit eine freie Testversion zur Verfügung gestellt.

Im Folgejahr veröffentlichte das Unternehmen aus Redmond, Washington phasenweise weitere Versionen, die jeweils um neue Funktionalitäten und Technologien ergänzt wurden. Neben SQL wurden im Jahr 2009 auch Unterstützungen für PHP und Java implementiert. Darüber hinaus wurde eine für viele Unternehmen interessante Möglichkeit zur zentralen Verwaltung virtueller Maschinen (VMs) angekündigt. Kurz vor der offiziellen Veröffentlichung des Dienstes im Frühjahr 2010 wurde das Preismodell benannt.

Am ersten Februar 2010 wurde die Plattform weltweit veröffentlicht und der Zugang für Dritte wurde gewährt. Die Implementation des Marktplatzes erlaubt auch anderen Software-Herstellern ihre Dienste anzubieten. Microsoft wirbt mit einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent, was einer rechnerischen Ausfallzeit von knapp neun Stunden pro Jahr entspricht. Auch nach Go-Live wurde das System stetig weiterentwickelt und um weitere Dienste und Technologien, wie einem Content Delivery Network (CDN) oder dem Internet Information Service (IIS), ergänzt.

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Technischer Aufbau und Betriebsweise

Microsoft verteilt Azure weltweit auf mehreren Rechenzentren, um geringe Latenzzeiten bei den lokalen Kunden zu ermöglichen. Microsoft teilt den Dienst in dem Zusammenhang in Zonen ein, die als Azure-Regionen bezeichnet werden. Jede Region besteht aus mehreren Rechenzentren, die örtlich so gelegt sind, dass sie den lokalen Kunden eine geringe Latenz und eine unkomplizierte Anbindung ermöglichen. Das Infrastrukturnetzwerk zählt mit seinen 54 Regionen in über 140 Ländern zu den größten Netzwerken der Welt.

Jedes Netzwerk ist gegen einen Komplettausfall durch unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Temperaturausgleich und redundante Hardware geschützt. Beim Ausfall einer Region oder einzelner Rechenzentren übernimmt eine sogenannte Verfügbarkeitszone vorübergehend den Dienst, bis die Probleme behoben sind. Geografisch sind die Regionen so geplant, dass sie unter Berücksichtigung länderspezifischer Datenschutz und Compliance-Richtlinien agieren können. In der Regel decken immer ein bis zwei Regionen bestimmte geografische Gebiete ab.

Konzeptionell unterteilt sich Microsoft Azure in die Bereiche Compute, Storage, AppFabric, Content Delivery Network, Virtual Network und Marketplace. Jeder Bereich bietet den Anwendern spezielle Dienste oder Technologien an. Compute stellt im wesentlichen Rechenleistung und Storage zur Verfügung. Das Content Delivery Network stellt Inhalte und Auslieferungskapazitäten und Marketplace-Dienste bereit. AppFabric liefert als Infrastructure as a Service Infrastrukturdienste, wie Service Buses, Access Controls und Caching-Technologien.

Der große Erfolg der Cloud-Computing-Plattform liegt insbesondere an der hohen Skalierbarkeit des Systems. Den Anwendern wird immer ausreichend Kapazität zur Verfügung gestellt, ohne, dass dieser aktiv die bereitgestellte Rechenleistung eigenständig erhöhen muss. Dadurch können jederzeit problemlos Dienste und Lösungen hinzugefügt oder entfernt werden. Vor allem rechenintensive Anwendungen auf Basis einer KI können auch im Falle von Lastspitzen bequem bedient werden, ohne spürbare Probleme bei der Arbeit zu bemerken.

Dienste auf der Azure-Plattform

Neben der Bereitstellung von Rechenleistung und Speicherplatz sind insbesondere die Anwendungen von Drittanbietern für viele Anwender interessant. Große Anbieter, wie SAP oder LinkedIn, nutzen die Cloud von Microsoft, um ihre Dienste auszulagern. Darüber hinaus finden sich im Marketplace einige Anwendungen und Dienste aus zukunftsträchtigen Bereichen, wie der Blockchain, Big Data und KI.

Insbesondere der Künstlichen Intelligenz schenkt Microsoft große Aufmerksamkeit und hat eigens dafür einen Python-basierten Dienst bereitgestellt. Dieser ermöglicht Machine Learning in Anwendungen aller Art und unterstützt beispielsweise bei der Texterkennung mit OCR oder bei Auswertungen großer Datenmengen.

Für Entwicklungen auf der Blockchain oder im Cloud-Gaming-Sektor stellt Microsoft spezielle Entwicklungsumgebungen parat, die als Software as a Service genutzt werden können. Neuartige Technologien, wie das Internet of Things (IoT), können dank der Cloud-Anbindung zentral verwaltet und gesteuert werden. Weltweit verteilte Geräte und Maschinen können durch die digitale Transformation miteinander vernetzt werden. Die erhobenen Daten aller Bereiche werden in Echtzeit in einem skalierbaren Data Warehouse verwaltet.

Datenschutz und Datensicherheit

Cloud-Dienste aller Art sind häufig aufgrund von Problemen aus den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit in der Kritik. Microsoft hat nach eigenen Angaben bereits über eine Milliarde Dollar in die Verbesserung seiner Sicherheit investiert. 3500 Experten befassen sich mit Herausforderungen in der Cyber Security und sorgen stetig für Verbesserung. Durch moderne Verschlüsselungsverfahren und Authentifizierungsmethoden werden die Daten der Kunden gegen Manipulation und Missbrauch geschützt.

Microsoft berücksichtigt gesetzliche Datenschutzrichtlinien und hat mit einem Angebot von etwa 90 Compliancezertifizierungen das größte Repertoire aller großen Cloud-Anbieter. Unternehmen aus sensiblen Branchen, wie Versicherungen oder Pharmakonzerne, erhalten im Microsoft TrustCenter eine Übersicht aller angebotenen Compliance-Richtlinien. Die Einführung der Richtlinien wird dank spezialisierter Tools vereinfacht und es wird eine schnelle Umsetzung gewährleistet.

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Zusammenfassung

Microsoft Azure ist eine Cloud-Computing-Plattform des amerikanischen Software-Herstellers Microsoft. Das im Jahr 2010 veröffentlichte System überzeugt durch eine hohe Skalierbarkeit und einem breiten Angebot an Diensten und Technologien. Anwendern wird auf diesem Weg Rechenleistung und Speicherkapazität zur Verfügung gestellt.

Microsoft gewährt Drittanbietern zudem, eigene Produkte über den zentralen Azure-Marktplatz anzubieten. Das Konzept basiert auf dem Ansatz Everything as a Service, indem Dienste aller Art in der Cloud angeboten werden. Infrastrukturell ist die Cloud-Plattform auf weltweit verteilte Rechenzentren ausgelagert, die in regionale Zonen eingeteilt sind.

Zu den Services gehören Innovationen aus den Bereichen Internet of Things, Blockchain, KI und Big Data. Der Dienst von Microsoft unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation und berücksichtigt neben Cloud- auch On-Premise-Lösungen. Dadurch können Unternehmen beim Übergang lokaler Lösungen in die Cloud auf eine flexible und bewährte Lösung zurückgreifen. Durch die Berücksichtigung regionaler Compliance-Richtlinien garantiert Microsoft zudem einen sicheren Umgang mit den sensiblen Daten seiner Kunden.

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