Wie gelingt es künstlicher Intelligenz (KI) eigenständig logisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen? Die Antwort liefern Reasoning Engines – Softwarekomponenten, die logisches Denken in digitale Systeme bringen. Sie wenden Regeln auf vorhandenes Wissen an, erkennen Zusammenhänge und leiten daraus neue Erkenntnisse ab. In diesem Artikel zeigen wir, was Reasoning Engines sind, welche Arten des Schlussfolgerns sie nutzen, und warum sie für datenbasierte Entscheidungsprozesse in Ihrem Unternehmen immer wichtiger werden.
Reasoning Engines – auf Deutsch auch Schlussfolgerungsmaschinen genannt – sind Softwaresysteme, die mithilfe logischer Regeln aus vorhandenem Wissensbeständen neues Wissen ableiten, darauf basierend Entscheidungen treffen und Problemlösungen vorschlagen können. Sie imitieren dabei das menschliche Schlussfolgern, sind jedoch in der Lage, weitaus größere Datenmengen in kürzester Zeit zu verarbeiten.
Diese Systeme kommen überall dort zum Einsatz, wo komplexe Informationen logisch verknüpft werden müssen. Beispielsweise in Expertensysteme, Wissensdatenbanken oder bei der Entscheidungsautomatisierung.
Ein zentrales Merkmal von Reasoning Engines ist die Art des angewandten Schlussfolgerns. Dabei lassen sich drei besonders relevante Denkformen unterscheiden:
Im Gegensatz zu klassischen Entscheidungsbäumen oder festen Regelsätzen sind Reasoning Engines dynamisch und flexibler: Sie passen sich an, kombinieren Wissen intelligent und imitieren und ergänzen logische menschliche Denkprozesse.
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Reasoning Engines bestehen im Kern aus drei zentralen Komponenten:
Innerhalb des Inferenzmechanismus wird zwischen zwei Methoden der regelbasierten Schlussfolgerung unterschieden.
Um nachvollziehen zu können, wie wissensbasierte Systeme zu ihren Ergebnissen gelangen, lohnt sich ein Blick auf den zugrunde liegenden Reasoning-Prozess. Die folgende Übersicht zeigt den typischen Ablauf dieses Schlussfolgerungsprozesses.
Neben den regelbasierten Funktionsweisen von Reasoning Engines, die mit Wenn-Dann-Logik arbeiten, gibt es auch alternative Möglichkeiten, wie Reasoning Engines Schlussfolgerungen ziehen können.
Mit dem technologischen Fortschritt erweitern sich außerdem die Fähigkeiten von Reasoning Engines. Diese sind längst nicht mehr auf grundlegende Wenn-Dann-Logik beschränkt. In modernen Anwendungen kommen zunehmend erweiterte Verfahren zum Einsatz, die leistungsfähiger, flexibler und besser integrierbar sind. Neue Methoden erlauben beispielsweise den Umgang mit unsicheren Daten, die intelligente Mustererkennung und die Kombination mit KI-Systemen wie Large Language Models (LLMs).
Künstliche Intelligenz – die am häufigsten gestellten Fragen beantwortet: Potential, mögliche Einsatzzwecke, wie starte ich am besten?
Reasoning Engines kommen überall dort zum Einsatz, wo komplexe Zusammenhänge erkannt, logisch verarbeitet und daraus Entscheidungen abgeleitet werden müssen. Typische Einsatzbereiche sind:
Große Sprachmodelle wie GPT, Gemini oder Claude besitzen bemerkenswerte Fähigkeiten zur logischen Schlussfolgerung, sind aber nicht mit klassischen Reasoning Engines gleichzusetzen. Während klassische Systeme auf fest definierten Regeln und expliziten Wissensbasen arbeiten, beruhen LLMs auf künstlichen neuronalen Netzen, die durch Deep Learning trainiert wurden.
LLMs lernen das Schlussfolgern, indem sie Muster und Wahrscheinlichkeiten aus riesigen Textmengen erkennen. Ihre logischen Schlüsse sind oft erstaunlich präzise, aber:
Trotzdem nähern sich LLMs in ihrer Funktion gewissen Aspekten von Reasoning Engines an, insbesondere wenn sie mit Tools, APIs oder externen Modulen kombiniert werden, die strukturierte Entscheidungslogik unterstützen. In solchen hybriden Architekturen können LLMs als intelligente Frontends agieren, die Reasoning Engines ansteuern oder ergänzen.
Für Unternehmen bieten Reasoning Engines einige Mehrwerte, besonders wenn es gilt Entscheidungen strukturiert, wiederholbar und nachvollziehbar zu treffen.
Trotz ihrer Potenziale bringen Reasoning Engines auch Herausforderungen mit sich, die Unternehmen bei der Einführung und im laufenden Betrieb beachten sollten.
Reasoning Engines verbinden strukturierte Wissensbasen mit logischen Regeln und ermöglichen durch Inferenzmechanismen so nachvollziehbare, automatisierte Entscheidungen. Sie unterscheiden sich deutlich von LLMs, die eher auf statistische Muster setzen, statt auf formale Logik.
In modernen Anwendungen zeigt sich jedoch: Beides ergänzt sich ideal. Während Reasoner Transparenz und Regelkonformität liefern, bringen LLMs Flexibilität und Sprache ins Spiel. Besonders in Kombination entstehen intelligente Systeme, die sowohl steuerbar als auch adaptiv sind.
Unternehmen, die langfristig von Reasoning Engines profitieren möchten, sollten den Einsatz gezielt planen: als integralen Baustein ihrer Automatisierungsstrategie – idealerweise im Zusammenspiel mit bestehenden intelligenten Systemen.
Eine Reasoning Engine (auch Inferenzmaschine genannt) ist eine Softwarekomponente, die auf Basis von Regeln und Fakten logische Schlüsse zieht. Sie analysiert bekannte Informationen und leitet daraus neue Erkenntnisse oder Handlungsempfehlungen ab – ähnlich wie ein Experte, der auf Basis seines Wissens Entscheidungen trifft.
Reasoning Engines verwenden ein Regelwerk (z. B. Wenn-Dann-Regeln) sowie eine Wissensbasis mit Fakten. Durch systematisches Regelmatching und Anwendung logischer Schlüsse (Forward Chaining oder Backward Chaining) wird das Wissen schrittweise erweitert, bis ein Ziel erreicht oder keine neuen Ableitungen mehr möglich sind.
Beispiele aus dem Business sind: Kundenservice (KI-Agenten), Betrugserkennung, technische Diagnose, Prozessautomation, Wissensmanagement und Service-Support-System
Wenn Sie Unterstützung zum Thema Reasoning Engines benötigen, stehen Ihnen die Experten der mindsquare AG zur Verfügung. Unsere Berater helfen Ihnen, Ihre Fragen zu beantworten, das passende Tool für Ihr Unternehmen zu finden und es optimal einzusetzen. Vereinbaren Sie gern ein unverbindliches Beratungsgespräch, um Ihre spezifischen Anforderungen zu besprechen.
Vollumfängliche Implementierungs- und Betriebsunterstützung für führende Softwareprodukte unserer Partnerunternehmen:
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