mindsquare.de durchsuchen

Robotische Prozessautomatisierung stiehlt Arbeitsplätze – ein moderner Mythos

Roboter am Arbeitsplatz

Seit Beginn der Industrialisierung gibt es die weit verbreitete Angst, dass technologischer Fortschritt eine Massenarbeitslosigkeit verursachen wird. Und auf den ersten Blick wirkt diese Annahme korrekt. Betrachtet man Industrien, in denen Automatisierung bereits gegriffen hat, sind dort deutlich weniger Arbeitsplätze zu finden als vor einem Jahrhundert. Hinzu kommt, dass sich jene Arbeiter, die ihre Tätigkeit beibehalten konnten, nun der Maschine anpassen müssen.

Kurz gesagt, ersetzten Maschinen – in diesem Fall intelligente virtuelle Roboter – den Menschen am Arbeitsplatz.

RPA – Der Job Terminator?

Mit (Intelligent) Robotic Process Automation (Intelligente robotische Prozessautomatisierung), kurz RPA, können wiederkehrende und einfache Aufgaben automatisiert werden. Aufgaben, die bisher ein Mitarbeiter, ein Mensch, bearbeitet hat. Es liegt nahe sich darum Gedanken zu machen, wie diese Automatisierung den Arbeitsplatz verändert.

E-Book: KI im Mittelstand

In diesem E-Book erfahren Sie, wie Sie KI in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

Unser E-Book zum Thema KI im Mittelstand

Warum Automatisierung hilft

Automatisierung im Alltag längst selbstverständlich

Wie jeder gute moderne Mythos wirkt die Geschichte der Automatisierungsflut realistisch und zum Greifen nahe. Zwischen hoch technologischen Produktionsstätten und dystopischen Science-Fiction Filmen ist die Angst vor der intelligenten Maschine leicht gefüttert. Dabei ist es die selbe Technologie, die uns im Alltag Freude bereitet oder gar so normal geworden ist, dass wir sie kaum noch zu schätzen wissen.

Automatisierung übernimmt Junkwork und schafft Raum für Menschen

Virtuelle Roboter eignen sich hervorragend die Dinge zu übernehmen, welche wir oft als am ermüdendsten und langweiligsten ansehen. Dazu gehören gleichartige unkreative Arbeit und monotone sowie langweilige Aufgaben. Was der Saugroboter für den Haushalt bedeutet, ist der virtuelle Roboter am digitalen Arbeitsplatz. Er schafft Zeit und Raum für den Menschen sich mit wichtigen, wertschaffenden Tätigkeiten auseinanderzusetzen.

Dazu kann beispielsweise ein verstärkter Fokus auf den Kunden gehören. Durch virtuelle Roboter kann der Mitarbeiter nicht nur mehr Zeit investieren, sondern auch mehr emotionale und geistige Reserven mitbringen, die sonst durch monotone Aufgaben zerrieben werden. So fällt es deutlich leichter, qualitativ überzeugenden Service zu bieten.

Auch innerhalb der Firma ist die freigewordene Energie nutzbar. Zeit bringt Kreativität und Tatendrang. Bisher nur als störend, aber nicht als blockierend wahrgenommene Problemstellen können aufgeschlüsselt und beseitigt werden. Entlastete Mitarbeiter arbeiten effektiver und motivierter. Denn nun nutzen sie ihr Gehirn in seinem Element: Kreative, erschaffende Denkarbeit.

Unverzichtbares Potential

Die Idee des „Arbeitsdiebes Roboter“ hält sich noch immer hartnäckig, ist aber unbegründet. Wie jede Veränderung kann die Automatisierung des Arbeitsplatzes als Gefahr oder als Chance wahrgenommen werden. Auf lange Sicht haben sie ein hohes Potential unverzichtbar zu werden. Die Frage ist also nicht, ob RPAs eingeführt werden sollten, sondern auf welche Art und in welcher Form.

Verwandte Beiträge

Ein gut funktionierender First Level Support ist nötig, damit der Second und Third Level Support effektiv arbeiten können – er trägt damit direkt zu einem stabilen Systembetrieb bei. In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen deswegen aufzeigen, wie Sie Ihren First Level Support durch maschinelles Lernen und Automatisierung verbessern können.
Der Kandidat hat Sie mit seiner Bewerbung und im Telefoninterview überzeugt. Sie möchten Ihn jetzt kennenlernen und qualifizieren. Das heißt, Sie wollen feststellen, ob der Kandidat für Ihr Unternehmen geeignet ist. Dafür bleibt Ihnen nicht viel Zeit: Durchschnittlich nehmen sich Führungskräfte zwischen 90 und 180 Minuten Zeit für ein persönliches Gespräch im Rahmen des Bewerbungsprozess. […]
Machine Learning befasst sich mit dem künstlichen Lernen von Maschinen aus historischen Daten. In diesen sollen KIs Muster und Regelmäßigkeiten erkennen, um Entscheidungsregeln abzuleiten. Wie genau das abläuft, kann aber von Modell zu Modell stark variieren. Ich möchte in diesem Beitrag auf eines der möglichen Verfahren eingehen: Support Vector Machines.
Das Incidentmanagement ist für viele Menschen im IT-Dienstleisterumfeld ein Begriff. Dass es ein Prozess des ITIL-Frameworks ist, wissen hingegen schon weniger und welche Aufgabe und Ziele es verfolgt, können nur noch diejenigen beantworten, die sich tiefer gehend mit diesem Thema auseinandersetzen.