SAP NetWeaver

SAP NetWeaver ist eine Technologie-Plattform für Geschäftsanwendungen und dient sowohl als Entwicklungs- und Laufzeitumgebung für die SAP-Applikationen sowie zur Integration von Personen, Informationen und Prozessen. Mit seiner serviceorientierten Architektur(SOA) ist der SAP NetWeaver als Plattform offen für Fremdsysteme und -anwendungen. Dabei ist SAP Netweaver kein einzelnes Produkt sondern besteht aus verschiedenen, miteinander vernetzten SAP-Anwendungen. 

Die Zusammenstellung und Gewichtung der einzelnen Anwendungen kann – je nach Anforderungen eines Kunden – variiert und individuell angepasst werden. Zudem ist es möglich, Prozesse zu integrieren, die über den Horizont des eigenen Unternehmens hinausweisen und gleichsam systemübergreifend sind.
 
Die einzelnen Komponenten von SAP NetWeaver sind:

  • SAP Auto-ID Infrastructure: Hierbei handelt es sich um ein Tool, das die reibungslose Integration von Empfangs- oder auch Kommunikationsgeräten ermöglicht. Neben RFID- oder Strichcode-Lesern sind hierbei auch Drucker, Scanner oder diverse Bluetooth-Geräte steuerbar.
  • SAP Business Information Warehouse (BI/BW): Diese Komponente wird vielerorts auch als SAP Business Intelligence bezeichnet. Mit Hilfe des Business Information Warehouse lassen sich unternehmerische Entscheidungen mittels von erhobenen und analysierten Daten sowie unter Verwendung unterschiedlicher Data-Mining-Methoden unterstützen und vorbereiten.
  • SAP NetWeaver Portal (EP): Das Portal dient der Zusammenführung und Integration sämtlicher Informationsressourcen innerhalb eines Unternehmens. Darüber hinaus ist es mit Hilfe des Portals möglich, sowohl die einzelnen Mitarbeiter untereinander, als auch die unterschiedlichen Geschäftspartner zu vernetzen.
  • SAP Exchange Infrastructure (XI bzw. PI): Mit Hilfe dieser Komponente treten heterogene Systeme miteinander in Austausch. Im Rahmen einer prozessbezogenen Zusammenarbeit wird es so möglich, dass die einzelnen Partner (Systeme) untereinander kommunizieren und Nachrichten austauschen.
  • SAP Master Data Management (MDM/MDME): Dieses neu entwickelte Werkzeug ermöglicht es, auf der Ebene eines Geschäftsobjekts die jeweiligen Stammdaten zusammenzuführen, zu glätten und an einer zentralen Stelle zu pflegen.
  • SAP Mobile Infrastructure (MI): Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine mobile, sprich plattform-unabhängige Laufzeitumgebung, die sowohl die mobile Entwicklung von Anwendungen als auch einen Austausch und die Synchronisierung zwischen mobilen und stationären Geräten erlaubt.
  • SAP Web Application Server (WebAS): Beim SAP Web Application Server handelt es sich um einen anwendungsorientierten Server mit dem sowohl Internet-Dienste als auch geschäftliche Anwendungen unterstützt werden. Dazu dient der WebAS der Software-Entwicklung auf Basis einer J2EE-Plattform (Java) sowie der SAP-Sprache ABAP. 

Neben den oben genannten Kernkomponenten von SAP NetWeaver finden sich zwei eher unterstützende Werkzeuge in dem Set. Zu nennen sind hierbei das SAP Composite Application Framework, mit dessen Hilfe bereits bestehende Komponenten neu kombiniert und ergänzt werden können, sowie der SAP Solution Manager, der für Installation, Betrieb, Upgrade sowie Fehlerbeseitigung des SAP NetWeavers zuständig ist.


 
Zusammenaddiert handelt es sich beim SAP NetWeaver um ein machtvolles Tool, welches Unternehmen ermöglicht, Business-Anforderungen mit den jeweiligen Möglichkeiten der IT zu koordinieren. Praktische Beispiele sind hierbei die Vereinheitlichung und Konsolidierung unternehmerischer Stammdaten, die Erhebung und Auswertung von Informationen, um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu erhalten aber auch die schnelle und zielgerichtet Entwicklung individueller Anwendungen, um nur einige der Vorteile des SAP NetWeavers zu nennen.

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"Die Freischalt-abwicklung WCM im PM muss immer um eigene Prozesse ergänzt werden."

Michael Hentsche
SAP Consultant