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5 Jahre #Consultinglife – Mein Fazit

Mitarbeiter auf einem Event

Überheblich, extrovertiert, Firmenwagen und eine Menge Kohle – ein Bild über Berater im Allgemeinen, das ich damals wie vielleicht viele andere Studenten hatte. Viel mehr wusste ich über diesen Beruf nicht. Dann wurde ich selbst IT-Consultant bei mindsquare.

Wie es dazu kam, wie mein Berufsleben so abläuft und wie mein ehrliches Fazit nach 5 Jahren Berater-Dasein aussieht, erfährst du in diesem Beitrag. Vielleicht kannst du dir dann ein ganz eigenes Bild von diesem Beruf machen.

Kleiner Spoiler: Berater sind keine egozentrischen Idioten – im Gegenteil. 😉

Warum habe ich mich damals für den Beruf entschieden?

Ich war jung und brauchte das Geld. Nein, aber im Ernst: Die Beratungsbranche generell erschien mir wie die Verlängerung meines Studentenlebens, von dem ich mich noch nicht verabschieden wollte. Ganz klar: Im Beraterleben ist „work hard“ angesagt, aber eben auch „party hard“. Schon beim Bewerbertag bei mindsquare wurde Paintball gespielt und Bier getrunken. Ich wollte ein paar Jahre Beratung machen, richtig Gas geben und was erreichen. Im Gegenzug viel feiern und danach in irgendeiner 35h-Woche erwachsen werden.

Und ich kann sagen: Ja, Berater können feiern. Zwischen Fußballstadion, Würstchenbude in Wien, 5-Sterne-Hotel auf Mallorca und Wasserschloss war einiges dabei – vielerorts und auf Firmenkosten. Teamevent hier, Fachbereichsevent da. Ich habe gefühlt in den letzten fünf Jahren in jeder deutschen Großstadt gefeiert und es zu schätzen gelernt, wenn ein Hotel Late-Check-Out hat. Aber das ist natürlich nicht alles.

Malle Foto

Was macht das Leben als Berater besonders?

Es ist irgendwie der Spirit. Mein Arbeitgeber hat einen Altersschnitt von 28 Jahren. Die meisten steigen hier als Berufsanfänger ein. Dann einen DAX-Konzern beraten – ist ja erstmal eine heroische Aufgabe. Dafür brauchst du Verbündete. Und den Willen, zu wachsen.

Der kollegiale Zusammenhalt bei mindsquare ist wirklich großartig. Es ist eigentlich sogar ein herzlicher Umgang. Hat mich auch überrascht. Klingt doch „Freunde statt Kollegen“ erstmal nach einer unfassbar abgedroschenen Floskel. Aber Fakt ist, dass hier eine Atmosphäre voller gegenseitigem Respekt und Offenheit für Feedback herrscht. Lästern gibt es nicht und wir ziehen alle an einem Strang.

Hier sind alle jung und wollen was erreichen. Ich möchte nicht stillstehen, sondern mich immer weiterentwickeln. Und das wird hier wirklich gelebt. Dafür ist das Leben als Berater natürlich prädestiniert: Du musst dich ständig auf neue Leute einlassen und deine Komfortzone verlassen – aber danach fühlst du dich super.

Dann gibt’s natürlich auch das Extreme als IT-Berater. Mein Kollege hat neulich freitags bis 16 Uhr in Liechtenstein gearbeitet, dann ab nach Stuttgart und auf einem Frühlingsfest mit Freunden gefeiert, 0:30 Uhr mit den Nachtzug nach Düsseldorf, im Büro duschen und frisch machen, Auto mieten und ab nach Holland ins Luxusbungalow, um mit den Trainees die bestandene Zertifizierung zu feiern und noch bevor man irgendwem „Hallo“ sagt, erstmal ein Bier zusammen trinken. Geht natürlich auch anders, aber: Genau DAS ist es, was ich meine.

Das kann nur verstehen, wer das selbst schon mal gemacht hat. Es ist ein bisschen wie bei Cops: Man kann nur als Berater verstehen, was es heißt, Berater zu sein.

Und das viele Reisen?

Beratung ist weniger ein Beruf, sondern viel mehr eine Art zu leben. Mit anderen Worten: du verbringst viel Zeit im Auto und im Zug. Mehrfach pro Woche sprichst du den Satz „Troost mein Name, ich habe ein Zimmer reserviert“ und füllst einen Meldeschein aus, bevor du in dein Bettchen darfst. Meine neue Karre habe ich vor ’nem Monat abgeholt und sie hat bereits 7500 km drauf. Das liegt sicher auch an meinem beruflichen Fokus auf Schulungen, Vorträgen und Workshops. Bei anderen Kollegen mag das nicht so extrem aussehen, aber dennoch: Reisen gehört einfach fest dazu.

Ja, ein Beraterleben lädt dazu ein, sich einen so richtig schön ungesunden Lebensstil anzueignen. Du kannst problemlos viel von Lieferdienst, Drive-Ins, Hotelservice und sonst was essen. Außerdem weißt du auswendig, bei welchem Supermarkt es gute „Take-Away“-Salate gibt und wirst dir vielleicht auch mal ein belegtes Brötchen für 4,50 € an der Raststätte kaufen.

Aber alles geht, wenn man nur will. Wenn dir gutes Essen was wert ist, suchst du dir ein Appartement mit Kochzeile oder halt ein Airbnb. Oder du schließt einen Elektrogrill im Hotelbadezimmer an (im regulären Zimmer geht der Rauchmelder los) Langweilig werden kann ich auch noch, wenn ich erwachsen bin.

Elektrogrill im Hotel

Gleiches gilt für den Sport. „Joggen gehen“ funktioniert natürlich besser, als den heimischen Fußballverein zu besuchen, aber alles geht. Ich kann meine Triathlon-Vorbereitung auch ganz gut mit dem #Consultinglife kombinieren.

Warum das alles?

Ganz einfach: weil es der geilste Job der Welt ist. Ich habe als 25-Jähriger den Buchautor eines SAP-Standardwerkes in SAP-Fragen beraten. Das war sooooo krasse Panic-Zone. Vom Zwei-Leute-Unternehmen bis zum DAX-Konzern war alles dabei in den letzten fünf Jahren. In erstem Falle musste ich zur Beratung sogar die Schuhe ausziehen, da das Büro das Wohnzimmer war.

Ich habe gelernt, mit jeder Situation umgehen zu können. Oder besser gesagt: etwas sagen zu können. Als Student war ich schon nicht auf den Mund gefallen, aber als Berater lernst du es richtig. Nichts kann einen aus der Ruhe bringen. Ob die Cops anrufen, Schwiergermutter keift oder der DJ im Bierkönig dir das Micro gibt: Du hast immer was zu sagen und nichts bringt dich aus der Ruhe.

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Ich habe in den fünf Jahren unfassbar viel Verantwortung bekommen, durfte schnell Personalführungsverantwortung übernehmen und habe riesige Projekte mitgestaltet. Mir hat noch nie jemand gesagt „Das kannst du noch nicht machen, soweit bist du noch nicht.“ Und das ist ganz typisch für diesen Beruf und auch für mindsquare: „Wenn du das willst, dann mach halt.“

5 Jahre – und jetzt?

5 Jahre sind rum und ich habe sie geliebt. Und wisst ihr was? Ich mache auch nochmal 5 oder 50. Ich tue heute Dinge, die ich nie zu träumen gewagt hätte. Alter, im Ernst, mein Beruf ist es, vorne zu stehen und jungen Leuten meine Leidenschaft zu erklären. Vom Hochschulvortrag bis zur Führungskräfteschulung war schon alles dabei. Und hinterher gehen wir noch Einen heben fürs Teambuilding!

Auch Bock drauf? Oder willst du mehr wissen? Schau‘ doch mal bei unseren Events vorbei und lern‘ uns einfach kennen.

Über mich

Mein Name ist Alexander Troost (alle nennen mich Troosti) und ich bin seit 5 Jahren bei mindsquare tätig – gestartet als IT-Consultant, dann über Teamleiter, HR Business Partner und Verantwortlicher für unser Traineeprogramm zum Fachbereichsleiter für Personalentwicklung. Nebenbei halte ich Hochschulvorträge und bin freiberuflicher Lehrbeauftragter bei verschiedenen Unis. Studiert habe ich Wirtschaftsinformatik mit Masterabschluss an der Uni Würzburg.

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