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Ohne Druck geht’s leichter – Ziele finden, setzen und erreichen

Ziele und Neujahrsvorsäzue

Frohes neues Jahr oder besser: frohe neue Vorsätze? Zu Beginn eines neuen Jahres nehmen sich viele Menschen vor schlechte Gewohnheiten zu ändern oder abzulegen und motiviert mit großen Zielen ein neues Kapitel aufzuschlagen. Diese Motivation hält bei den Meisten jedoch nicht lange an und viele Vorsätze werden schnell wieder verworfen. Das muss nicht sein! In diesem Beitrag erfährst du, wie du es ohne Druck schaffst, deine Ziele dieses Jahr zu erreichen und warum in diesem Fall gilt: weniger ist mehr!

Warum scheitern die meisten Vorsätze?

Die meisten Vorsätze scheitern aus drei Gründen:

  1. Der Vorsatz entsteht nicht aus dir heraus, sondern weil jemand anderes (oder die Gesellschaft) etwas von dir erwartet. Prüfe also jedes Ziel ganz genau darauf, ob es für dich persönlich erstrebenswert ist.  
  2. Der Vorsatz ist zu vage formuliert.  
  3. Du hast keinen realistischen Plan, wie du dein gesetztes Ziel erreichen willst. 

Warum ist es gut, sich Ziele zu setzen?

Starten wir ganz vorne mit der Frage, warum es gut ist, sich Ziele zu setzen und Vorsätze zu fassen.

Eine Zielsetzung gibt dir, wenn du das richtige Ziel für dich gewählt hast, eine langfristige Vision mit kurzfristiger Motivation. Dadurch lernst du, deine Zeit und Ressourcen zu organisieren. Das Setzen von Zielen hilft dir außerdem dabei, neue Verhaltensweisen zu entwickeln, deinen Fokus zu lenken und den Schwung im Leben beizubehalten.

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Im Folgenden werden 8 Gründe genannt, warum IT-Projekte so häufig scheitern.

Wie setze ich mir die richtigen Ziele?

Jeder Mensch ist individuell – wir alle erfüllen in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedliche Rollen. Diese prägen uns und unser Leben und beeinflussen maßgeblich die Ziele, die wir uns setzen. Hinzu kommt, dass jeder seine eigenen Strategien verfolgt, um seine Ziele zu erreichen. Manche sind damit erfolgreich und andere scheitern. Im Folgenden lernst du eine Technik kennen, die dir dabei hilft, die richtigen Ziele für dich zu finden und diese auch zu erreichen.

SMARTe Ziele

Die SMART-Formel oder auch SMART-Methode wurde von Peter Drucker, dem „Vater des modernen Managements“, entwickelt und erstmals 1981 in der Zeitschrift „Management Review“  erwähnt und vorgestellt. Die Methode fand zunächst überwiegend im Management- und Businesskontext Anwendung – heute ist sie weit verbreitet und wird auch an vielen Universitäten gelehrt (vielleicht hast du ja auch schonmal davon gehört 😊).

SMART ist ein Akronym, das als Hilfsmittel zur Formulierung präziser Ziele eingesetzt wird. Jeder der Buchstaben steht für ein Kriterium, das die Zielformulierung erfüllen soll:

  • Spezifisch  
  • Messbar 
  • Attraktiv 
  • Relevant 
  • Terminiert 

Spezifisch: Richard Wiseman, Psychologieprofessor an der Universität Hertfordshire in England, empfiehlt, von der Liste an möglichen Vorsätzen einen auszuwählen und sich nur auf diesen zu konzentrieren. Zu viele Vorsätze auf einmal können entmutigend sein. Außerdem erfordert die Etablierung neuer Verhaltensmuster Zeit und Anstrengung.

Hat man sich für einen Vorsatz entschieden, sollte dieser so spezifisch wie möglich formuliert werden. Am besten schreibt man ihn dafür auf. Hast du dir z. B. vorgenommen: „Ich trinke in diesem Jahr mehr Wasser“, ist das als Aussage zu vage. Schreibe stattdessen lieber: „Ich nehme mir vor, jeden Tag mindestens zwei Liter Wasser zu trinken“. Nun weißt du klar, was zu tun ist.

Messbar: Es ist wichtig, dass dein Ziel messbar ist, um deine Erfolge auch tatsächlich wahrnehmen und feiern zu können. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Man könnte sich z. B. eine zwei Liter umfassende Wasserflasche zulegen, die bis zum Ende des Tages ausgetrunken sein muss oder man nutzt eine App, mit der man seine Wasserzufuhr tracken kann. So hat man ganz genau im Blick, wie nah man seinem Ziel gekommen ist und was noch zu tun ist.

Attraktiv: Dein Ziel sollte für dich persönlich attraktiv sein. Überlege dir dafür, warum du dir dieses Ziel gesetzt hast und welche Folgen die Erreichung mit sich bringt. Trinkst du mehr Wasser, fördert das nicht nur die Schutz- und Abwehrfunktion deiner Haut, sondern verhilft dir auch zu mehr Energie. Damit hättest du schon zwei Gründe, die dein Ziel attraktiv machen. Damit es auch attraktiv bleibt, sollte es erreichbar sein – was nicht heißt, dass du dir keine großen Ziele setzen darfst.

Wenn du jedoch versuchst, innerhalb kurzer Zeit sehr große Schritte zu machen, führt das auf lange Sicht häufig zu Frustration oder beeinflusst andere Bereiche in deinem Leben negativ. Nimmst du dir bspw. vor, drei Liter Wasser am Tag zu trinken, in der Vergangenheit fiel es dir aber schon schwer auf einen Liter Wasser am Tag zu kommen, ist der Schritt wahrscheinlich zu groß und dein Ziel nur schwer oder mit großer Mühe erreichbar. Daher setz dir Ziele, die einfach und schneller zu erreichen sind, wie zunächst zwei Liter zu trinken. Ohne große Anstrengung wird es zur Gewohnheit. Nachdem die zwei Liter am Tag ein fester Bestandteil geworden sind, kannst du dein Ziel nach und nach höherstecken, bis du schließlich die drei Liter erreichst.

Relevant: Ist dir dein Ziel wirklich wichtig und verfolgst du es aus den richtigen Gründen? Oder geht es im Kern eigentlich um etwas ganz anderes? „Wenn Sie es aus einem Gefühl des Selbsthasses oder der Reue oder aus einer starken Leidenschaft heraus tun, hält es normalerweise nicht lange an. Aber wenn sie intensiver darüber nachdenken, was gut für sie ist, wie sie die Struktur ihres Lebens verändern und Menschen in ihr Leben holen, die Sie bestärken, dann haben sie meiner Meinung nach eine gute Chance.“, sagt Dr. Michael Bennett, Psychiater.

Terminiert:  Der Zeitrahmen für das Erreichen deines Ziels sollte festgelegt, aber realistisch sein. Nimm dir genug Zeit, um dein Ziel zu erreichen und setze dir auf dem Weg dahin viele kleine Zwischenziele. Ist dein Ziel die Veränderung einer Gewohnheit, wie zum Beispiel mehr Wasser zu trinken, konzentriere dich auf kleine Erfolge. „Wenn Sie eine Gewohnheit aufbauen, planen Sie für das nächste Jahrzehnt, nicht für die nächsten paar Monate“, sagt Chales Duhigg, Autor von „The Power of Habit“.

Last but not least!

Einer der wichtigsten Punkte kommt zum Schluss: dein Ziel und der Weg dahin sollten dir Spaß machen! Die meisten von uns streben nach Effizienz, wenn es darum geht, unsere Ziele zu erreichen. Es soll schnell gehen und uns möglichst wenig Zeit, Mühe, Aufwand und Geld kosten. Die volle Konzentration auf Effizienz kann jedoch dazu führen, dass man den Spaß vergisst. Wenn dir dein Ziel keinen Spaß macht, ist es unwahrscheinlich, dass du dranbleibst.

Hast du ein Ziel, das dir keinen Spaß macht, du möchtest es aber dennoch gerne erreichen? Dann haben wir noch einen kleinen Tipp für dich: kombiniere deine „Pflicht“ mit etwas an dem du Vergnügen hast. Nimmst du dir bspw. vor, in einem Fach, für das du nicht gerne lernst, mindestens eine zwei zu schreiben und entsprechend viel dafür zu tun, gestalte dir das Lernen so angenehm wie möglich. Stell dir z. B. dein Lieblingsgetränk bereit, plane dir feste Pausen ein, in denen du Dinge tust, die dir Freude bereiten und gönn dir danach dein Lieblingsessen.

mindsquare wünscht dir ein großartiges, neues Jahr 2022 und viel Spaß bei dem Erreichen deiner Ziele. Und denk immer daran: Ohne Druck geht‘s leichter! 😉

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