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Dezentrales Arbeiten – wachsende Entwicklung in der Arbeitswelt

Durch die Corona-Pandemie ist das Thema aktueller denn je: Dezentrales Arbeiten meint zum Beispiel Homeoffice, Co-Working-Spaces oder das Konzept Work-From-Anywhere und ermöglicht es Mitarbeitenden, flexibel und ortsunabhängig zu arbeiten. Warum dezentrales Arbeiten auch nach der Pandemie noch relevant sein wird und welche Vorteile es bringt, erfährst du hier.

Was heißt dezentrales Arbeiten?

Homeoffice und Mobile Working erfreuen sich trotz mancher Hindernisse großer Beliebtheit. Insbesondere bei jungen Arbeitnehmenden gilt dezentrales Arbeiten als populärer Benefit mit Auswirkungen auf das Employer Branding. Auch Aspekte wie steigendes Umweltbewusstsein fördern das Ansehen des dezentralen Arbeitens, während große Büroräume und teure Firmenwagen mehr an Bedeutung verlieren.

Während der Corona-Pandemie sind über 40 Prozent aller Beschäftigten ihrer Arbeit im Homeoffice nachgegangen. Experten gehen davon aus, dass dieser Trend aufgrund seiner hohen Beliebtheit auch weiterhin bestehen bleibt. Vielleicht wird sich dies sogar am Immobilienmarkt bemerkbar machen, da sich entsprechend die Nachfrage nach Büroflächen rückläufig entwickeln könnte. Die Arbeitswelt befindet sich demnach in einem spannenden Wandel mit großen Perspektiven.

Vorreiter in diesem Bereich sind prominente Firmen wie GitHub, Basecamp oder Automattic. Diese Unternehmen arbeiten überwiegend oder komplett ohne Büroräume und profitieren sehr von ihrem modernen Geschäftsmodell. Ein spannendes Interview dazu mit dem CEO der Firma Automattic, die unter anderem WordPress und Tumblr entwickelt, findest du hier.

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Command & Control ist out

Jahrhundertelang galt in den Köpfen von Managern der Glaubenssatz, Mitarbeitende müssten für gute Leistungen ständig kontrolliert und ermahnt werden, da es ihnen an intrinsischer Motivation und fleißiger Arbeitsmoral mangle. Dafür waren zentrale Büros unumgänglich. Die moderne Arbeitswelt kommt von diesem veralteten Denken zum Glück ab und erkennt an, dass das Personal heute durchaus Selbstmotivation und Selbstregulation mitbringt. Büros werden deshalb nicht mehr als solche Überwachungsinstrumente benötigt.

Das geht auch damit einher, dass freundliche und entspannte Unternehmenskulturen langfristig bessere Erfolge erzielen als Betriebe, bei denen die Mitarbeitenden durch strenge Strukturen permanentem Stress ausgesetzt sind. Was zunächst aus der Angestelltenperspektive sehr entlastend und fortschrittlich klingt, bringt also auch dem Unternehmen selbst wirtschaftliche Vorteile.

Die Vorteile von dezentralem Arbeiten

Insgesamt bietet dezentrales Arbeiten sowohl dem Unternehmen als auch den Mitarbeitenden zahlreiche Benefits. Am offensichtlichsten ist hier die zeitliche und örtliche Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung. Diese kann durch das Einsparen von langen Arbeitswegen nicht nur gut für die Umwelt sein, sondern etwa auch für die Work-Life-Balance. Studien zufolge erhöht das Homeoffice etwa die Zufriedenheit und situativ auch die Produktivität der Mitarbeitenden. Zudem erleben viele im Homeoffice längere, ungestörte Fokuszeiten, in denen sie sich ihren Aufgaben mit einer erhöhten Konzentration widmen können – ohne etwa durch Bürogespräche abgelenkt und unterbrochen zu werden. Viele dieser Faktoren führen zu einer gestiegenen Motivation und diese wirkt sich schließlich auch positiv auf die Unternehmenserfolge aus.

Neben der neu gewonnenen Motivation der Mitarbeitenden, kommen dem Betrieb außerdem geringere Bürokosten und eine verbesserte CO2-Bilanz zugute. Aber auch das Personalmarketing profitiert von dem größeren Einzugsgebiet potenzieller Bewerber, da diese beim dezentralen Arbeiten weniger auf eine gute Verkehrsanbindung an den Standort angewiesen sind. Vor allem für Branchen mit starkem Fachkräftemangel bieten Homeoffice und Mobile-Working-Optionen deshalb große Wettbewerbsvorteile. Wer sich nun fragt, wieso dezentrales Arbeiten dann nicht schon viel früher angeboten wurde, muss sich allerdings auch den Herausforderungen bewusst sein.

Die Herausforderungen

Trotz mancher widerlegter Vorurteile gegen das Homeoffice bestehen durchaus gewisse Herausforderungen bei der erfolgreichen Umsetzung des Mobile Working, denn nicht alle genannten Vorteile sind in der Praxis realisierbar. So gibt es etwa Mitarbeitende, deren Work-Life-Balance sich durch das Home-Office nicht verbessert sondern verschlechtert hat, weil das Berufs- und Privatleben für sie zu sehr in einander verwachsen sind. Es fällt ihnen dadurch etwa schwerer, Ruhezeiten zu finden und den Arbeitsalltag vollständig hinter sich zu lassen. Hinzu kommt, dass laut Studien im Home-Office auch häufiger auf Pausen verzichtet wird oder Mitarbeitende im Krankheitsfall noch aus dem Bett heraus arbeiten. Gerade für Workaholics kann sich das demnach zu einer Gefahr entwickeln.

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Eine weitere Herausforderung stellt auch die Kommunikation und das Wissensmanagement dar. Von Video-Call-Problemen über neue Chat-Kanäle entstehen hier viele neue und ungewohnte Kommunikationssituationen, die unter Umständen in Unsicherheiten, Missverständnissen oder gar in Konflikten enden können. Dezentrales Arbeiten beeinflusst hierbei zudem nicht nur wie kommuniziert wird, sondern auch das Was. Viele kleine Gespräche im Zuge des Wissensmanagements drohen hier schnell über Board zu fallen.

Nicht zuletzt besteht ein sehr großes Problem auch im Bereich IT-Sicherheit der dezentral arbeitenden Betriebe. Oftmals mangelt es Mitarbeitenden hier etwa an der richtigen technischen Ausstattung und guten Cyber-Gewohnheiten für eine umfassende IT Security. Gerade die Datenübertragung darf sich hier nicht zur größten Schwachstelle des Betriebs entwickeln. Damit die Vorteile des dezentralen Arbeitens dennoch effektiv ausgeschöpft werden können, sollten Unternehme auf bestimme Voraussetzungen achten.

Voraussetzungen für erfolgreiches dezentrales Arbeiten

Wie in vielen Bereichen ist gute Kommunikation auch beim dezentralen Arbeiten entscheidend. So gilt es etwa schon bei der Auswahl von Mitarbeitenden auf ihre kommunikative Stärke zu achten. Andersherum sollte vom ersten Tag an ebenfalls auf eine informative und gut vermittelte Einarbeitung gesetzt werden, bei der die Arbeitskultur deutlich wird.

Im weiteren Arbeitsalltag dürfen dann regelmäßige Gespräche per Video-Call oder Chat ebenfalls nicht fehlen. Das gilt sowohl für Einzelgespräche als auch für die Kommunikation im gesamten Team. Videoanrufe haben hier den Vorteil, dass man dank des Bildes ein besseres Verständnis für die Tonart des Gesprächs entwickelt. Insbesondere bei Gesprächspartnern, die sich noch nicht lange kennen, kann das entscheidend sein.

Nicht zu vergessen sind aber auch bei Firmen wie Automattic reale Zusammenkünfte, die regelmäßig organisiert werden sollten, um sich ebenfalls live kennenzulernen. Selbst wenn man danach überwiegend dezentral weiterarbeitet, entwickelt man bei solchen Veranstaltungen dennoch ein besseres Gefühl für die Persönlichkeit des Gegenübers und verbessert dadurch auch die digitale Kommunikation miteinander.

Final sind alle sozialen Aspekte ausschlaggebend für den Erfolg des dezentralen Arbeitens mit starkem Teamgeist über die Distanzen hinweg. Seien es regelmäßig Teamcalls und auch private Gespräche oder reale Zusammenkünfte in bestimmten Abständen – Wenn das Miteinander stimmt, steht dem mobilen Arbeiten nichts mehr im Weg und eine Tür mit vielen neuen Chancen öffnet sich.

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