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Dynpros (von: Dynamisches Programm) sind grafische Oberflächen im SAP-System die eine Interaktion zwischen dem User und dem SAP Backend ermöglichen. Die Elemente die auf einem Standard-Dynpro angezeigt werden können sind von der SAP vorgegeben und können über verschiedene grafische Werkzeuge editiert werden. Diese Elemente unterscheiden sich kaum von den gängigen Screen-Elementen anderer grafischer Benutzeroberflächen. Dem User können Drucktasten, Textfelder, Rahmen zur optischen Abgrenzung, Ein-/ Ausgabefelder, Container und vieles weitere zur Verfügung gestellt werden. Jedes dieser Elemente kann in Kombination mit dem ABAP Dictionary genutzt werden, um die Daten, die der Benutzer z. B. über Eingabefelder in das System einpflegt, auf Konsistenz zu überprüfen.
Die Hauptaufgabe von Dynpros ist es, einen möglichst benutzerfreundlichen „Dialog" zwischen dem User und dem SAP-System herzustellen. So ist es in der Praxis häufig so, dass ein Dialogprogramm, beispielsweise eine Transaktion, aus zwei Dynpros besteht:
Das Dynpro an sich folgt einer strikten Verarbeitungslogik. Erfolgt eine Benutzerinteraktion, beispielsweise ein Mausklick auf Ausführen nach der Eingabe von Daten auf dem Selektionsbild, werden die angeforderten Informationen aus der Datenbank gelesen, auf das Folgedynpro übertragen und dargestellt. Dieser Verarbeitungsblock, der auf dem aufgerufenen Dynpro ausgeführt wird, wird PBO (Process Before Output) genannt. Ein anderer Prozess – PAI (Process after Input) behandelt sämtliche Benutzereingaben, z. B. die Nutzung der F4-Hilfe eines Eingabefeldes oder das Drücken der Entertaste.
Der Ersteller/Programmierer hat die Möglichkeit verschiedene Dynprotypen einzusetzen. So kann er z. B. ein Dynpro als modales Dialogfenster (Pop-Up) designen oder es in ein anderes Dynpro als sogenanntes Subscreen integrieren.
Theoretisch können beliebig viele Dynpros hintereinander „gehängt" oder ineinander verschachtelt werden, die sich gegenseitig aufrufen oder auf das vorangegangene Dynpro verweisen. Die Abfolge der Dynpros wird vom jeweiligen Ersteller festgelegt und folgt dem logischen Zweck des Dialogprogramms.

"Bei der ABAP-Entwicklung im HCM-Umfeld müssen viele Eigenheiten beachtet werden."
Carl Hanno Rode
SAP Consultant